Inflexion des Lichtes.
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Hier waren die Erscheinungen, die sich auf einer, das durchden Spalt durchgelassene Licht auffangenden, Lbene zeigten-,theils nach der Entfernung dieser Ebene, theils nach der gröfsernoder geringem Weite des Spaltes verschieden. Ein" man dasLicht nicht allzuweit hinter dem Spalte auf, und war dieserdurch die parallel gehaltenen Schärfen der Messer begrenzt, sozeigten sich drei Farbenränder an jeder der Messerschneidenan dem Rande des hellen Raumes, die deutlicher und breiterwurden, so wie man den Spalt verengerte; bei weiterem Ver-engern des Spaltes verschwand zuerst der äufsere Farbenstreif,dann der zweite, dann der innerste; und wenn man die all—mälige Verengerung fortsetzte, wobei der erleuchtete Raum sichbreiter zeigte, so entstand in der Mitte dieses erleuchteten Raumesein dunkler Schatten , welcher bei noch gröfserer Verengerungdes Spaltes breiter wurde, uud endlich den lichten Raum ver-deckte.
Wenn die beiden Messerschneiden, statt parallel zu seyn,einen sehr kleinen Winkel von nicht völlig 2 Graden mit einan-der machten , so erhielt man auf einer nur etwa 1 Zoll vondem Spalte entfernten Tafel eben die Farbenstreifen an jederder beiden Messerschneiden, mit den Grenzen ihrer Schattenparallel; diese Streifen bildeten eben so grofse Winkel mit ein-ander als der, welchen die Schneiden selbst mit einander mach-ten, und gingen nicht über den Scheitel des Winkels hinaus;war aber die Tafel zum Auffangen des Lichtes in hinreichenderEntfernung aufgestellt, so erstreckten sich die Farbenstreifen hy-perbolisch in den Schatten hinein. Um diesen schönen Versuchdeutlich zu übersehen mufs man sich auf einer mit den einan-der gegenüberstehenden Schneiden parallelen Ebene , auf wel-cher das Rild mit seinen Farbenrändern aufgefangen werden soll,die beiden geraden Linien gezeichnet denken , die bei gerademFortgange der Lichtstrahlen die Grenzen des Schattens darstel-len würden. Da w r o der Spalt noch ziemlich breit ist, siehtman diesen Raum erleuchtet und die drei Falbenränder liegeninnerhalb desselben parallel mit der Grenze des Schattens; dahingegen, wo der Spalt zu eng wird, um diese Farbenrändernoch zu fassen , durchschneiden sich die den entgegengesetztenSchärfen angehörigen Ränder und gehen in den entgegenge-setzten Schatten hinein, so dafs jeder der Farbenstreifen einehyperbolische Krümmung erhält, deren Asymptote eine gerade