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[Fünfter Band. H - K.]
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Iuflexion des Lichtes.

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Winkel einander begegnen, so entsteht an der Spitze ein dunk-ler Zwischenraum in der Mitte. Die hyperbolische Form derStreifen, die auch FlaugeRgues ausgemessen hat, will ich liiernicht noch einmal beschreiben, da sie mit Newton’s Angabeniibereinstimmen.

Nach ähnlichen Gesetzen , wie hier die Streifen sich erwei-tern , ändern sich auch die Erscheinungen, welche durch die, Sonnenstrahlen hervorgebracht werden, die durch enge Löcheroehen. Läfst man dem Loche eine Weite von 3 bis 4 Lin,, so

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ist der helle Kreis mit Farbenringen umgeben; wählt man Lö-cher von kleinerem Halbmesser, so gehen diese Farbenringe im-mer mehr nach der Mitte zu ; bei noch engem Löchern vereini-gen sie sich in der Mitte, und so wie man alluiälig immer engereLöcher wählt, treten sie wieder aus der Mitte hervor, und ge-hen endlich in den Schatten über, statt dafs sie bei nicht so en-gen Löchern im Hellen erscheinen. Hierbei wird ein immergleicher Abstand der das Bild auffangenden Tafel vorausgesetzt.

Dieses ist der Inhalt der Abhandlung von Flaugergues,den ich, weil seine Versuche sich so leicht nachmachen lassenund so viel belehrende Mannigfaltigkeit darbieten, etwas ge-nauer angegeben habe.

Was von Göthe über die Beugung sagt 1 , fügt zu demBisherigen nur wenig Neues hinzu. Seine Versuche sind mei-stens nur Wiederholungen der schon bekannten, und obgleich dieBemerkung, dafs man auf das Ausgehen von Lichtstrahlen vondem die Sonne umgebenden hellen Himmel Rücksicht nehmenmufs, wahr ist, so erklärt doch weder diese Bemerkung, nochdas Hervorbringen der Doppelschatten durch zwei Lichter diemehrfachen Farbenringe, und im finstern Zimmer verliert jeneBemerkung ganz ihren Werth. Dafs die farbigen Sonnenbilderan Metallsaiten, an Spinnenfäden u. s. w. hierher gehören, hatvon Götiie richtig bemerkt. Ich werde auf diese Erscheinungenspäter zurückkommen.

Zu den wichtigem Beobachtungen , die zu einer wahren Er-weiterung des Vorigen dienen, gehören dagegen Biot’s Versu-che, die er mit Pouillet vereinigt anstellte 2 . Biot fängt seineBetrachtungen mit einer Bemerkung an, die liier einen Platz fin-

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1 Farbenlehre I. 164.

2 Biot Traite' de pliys. IV. p. 743.