Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Interferenz.

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überstehende Puncte, folglich auch beide Endpuncte der Zinkegenau gleichzeitig; da das nicht der Fall ist, so mufs die Vi-bration der Zinke, welche zugleich in Sec. als Quervibra-tion vollendet wird, und zugleich in eben der Zeit die Längeder Zinke hin und zurück durchläuft, bei'-diesem Durchlaufenan der einen Seite um 00048 früher in dem Endpuncte an-kommen, und eben das mufs für jede andere zwei sich senk-recht gegenuberstehende Puncte gelten. Nimmt man dieses an,so ist allerdings der Zeitpunct, da die eine Welle vom End-puncte ausgeht, um O’”,00048 früher , und die Erscheinung isterklärt. Aber sollte nicht diese Voreilung noch einen andernGrund haben können? Nach Weber’s Angaben ist die. ver-dichtende Welle diejenige, welche der verdünnenden um 1,192Lin. voreilt; aus andern Schlüssen aber hat Lablack gefolgert,dafs die Geschwindigkeit der Schallfortpflanzung in der Luftvon der bei jeder Verdichtung frei werdenden , bei jeder Ver-dünnung gebunden werdenden Wärme abhängt; sollte es daher /

nicht wahrscheinlich seyn, dais im ersten Momente der Ent-stehung die verdichtete Welle, als gewaltsamer verdichtet, rnehrWärme frei machte, als es nachher im freien Fortgange in derLuft der Fall ist, und bei der verdünnenden Welle das Gegen-theil statt fände? Dann würde jene in den ersten Theilen ei-ner Tertie mehr, als der regelmäfsigen Geschwindigkeit desSchalles gemäfs ist, diese dagegen weniger durchlaufen. Ichwill annehmen, dieses betrüge so viel, dafs in 0,0001 Tertiedie Fortrückung jener Welle 0,260 Linie, die Fortrückungdieser Welle 0,230 Lin. ausmachte; dann würden in, 0,004Tertie die durchlaufenen Wege = 10,4 und = 9,2 Linien be-tragen , und eine wäre schon sehr nahe_ nach ihrer Entstehung,in Tertie, der andern um 1,2 Lin. vorgeeilt; in so grolserEntfernung von der ersten gewaltsamen Erschütterung könnteaber der Einflufs dieser nur momentan wirkenden Ursache vor-über seyn, und daher in jeder uns bequem mefsbaren Entfer-nung die Welle als jenen Vorsprung behaltend angesehen wer-den. Doch auch diese Ableitung des Voreilens ist blofse Ver-muthung.

Ich komme nun auf die Interferenzen, welch? das Lichtzeigt. Im Artikel Inßexion werden die zahlreichen Erschei-nungen angeführt, welche eine solche Interferenz als Folge derBeugung des Lichtes, indem es an festen Körpern vorbeigeht,