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I o d.
löset sieh leicht in Wasser, und bildet mit den Salzbasen dieiodsauren Salze, welche in der Hitze entweder blofs Sauer-stoffgas entwickeln, während Iodmetall bleibt, oder Sauerstoff-gas und loddampf, während Metalloxyd bleibt, und welche aufglühenden Kohlen verpuffen, jedoch schwächer als die chlor-sauren Salze.
Mit dem Wasserstoff bildet das Iod die Hydriodsänre (125lod und 1 Wasserstoff). Diese erhält man beim Erwärmen vonlodphosphor mit sehr wenig Wasser, als ein farbloses, sauerriechendes, nicht brennbares Gas von 4,3677 spec. Gewicht,durch Sauerstoff und verschiedene Sauerstoff haltende Verbindun-gen und durfch Chlor, welche den Wasserstoff entziehen, sowie durch Metalle, welche das lod entziehen, zersetzbar, sichmit den meisten Metalloxyden in Wasser und in Iodmetall ver-wandelnd. Dasselbe wird vom Wasser reichlich verschluckt zueiner farblosen, säuern Flüssigkeit, deren specifisches Gewichtbis zu 1,700 gehen kann, wobei sie einen Siedpunkt von 125bis 128° zeigt und ohne Zersetzung verdampft. Da die Hy-driodsäure mit einigen Metalloxyden schon in der Kälte in Was-ser und Iodmetall zerfällt, so liefert sie nur mit einem Theilederselben hydriodsaure Salze, die aber theils schon beim Kry-stallisiren, theils beim Abdampfen zur Trockne und Erhitzenunter Wasserbildung ebenfalls in Iodmetalle übergehen. Diehydriodsauren Salze lassen bei Anwendung überschüssigen Vi-triolöls lod frei werden, und da dieses mit Stärkemehl einelebhaft violett blaue Verbindung eingeht, so läfst sich in einerFlüssigkeit, die wenig hydriodsaures Salz enthält, durch Ver-setzen mit Vitriolöl und wenig Stärkemehl mittelst der Färbungdes letztem das lod entdecken. Auch geben die in Wasser ge-lösten hydriodsauren Salze mit Bleisalzen und Quecksilberoxy-dulsalzen einen gelben , mit Quecksilberoxydsalzen einen schar-lachrothen, mit Silbersalzen einen gelbweifsen Niederschlag;letzterer, das lodsilber, unterscheidet sich durch seine Unauf-löslichkeit in wässerigem Ammoniak vom Chlorsilber.
Sofern die wässerige Hydriodsäure und die wässerigen hy-driodsauren Alkalien noch eben soviel lod aufzunehmen vermö-gen, als sie bereits enthalten, womit eine dunkelbraune Färbungverbunden ist, kann man eine iodreichere oder wasserstoff-ärmere hydriodige Säure, so wie hydriodigsaure Salze unter-scheiden.