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Isolatorium.
Isolatoriu m.
Isolirendes Stativ; Isolatorium ; Isolatoire;Isolatory. Diesen Namen führt eine Vorrichtung, um beielektrischen Versuchen Körper, denen man Elektricität mitthei-len und in denselben anhäufen will, zu isoliren. Dazu ge-braucht man Pech- oder Harzkuchen , auch wohl Schwefelku-chen, auf kurzen Füfsen stehende Rahmen, die mit seidenenStricken dnrchflochten sind, vorzüglich aber Bretchen, die aufGlasfiifsen stehen. Bei der medicinischon Anwendung der Elek-tricität kommt man öfters in den Fall, den Kranken isoliren zumüssen. Ein starkes Gestell von gedörrtem und in Oel gesotte-nem Holze auf starken Glasfüfsen, die wenigstens 3 Zolle hochseyn müssen, ist dazu dienlich, und führt im engern Sinne denNamen eines Isolirschemels. Im Falle der Kranke auf einemStuhle sitzend darauf gebracht werden soll, mufs es von zurei-chender Ausdehnung seyn. Da das Glas an und für sich nichtzu den vollkommensten Nichtleitern gehört, besonders weil essich leicht durch Anziehung der Feuchtigkeit mit einer dünnenWasserhaut überzieht, so ist es nothwendig , diese Glasfüfsewohl zu überfirnissen, entweder durch wiederholtes Ueberstrei-chen mit einer Siegellackauflösung in Weingeist, wodurch einSiegellacküberzug zurückbleibt, oder noch besser durch Ueber-streichen mit Bernsteinfirnifs, den man gehörig austrocknen läfst.Auch kann man zu noch vollkomranerer Isolirung die Breterselbst überfirnissen. Dabei müssen alle Kanten und Ecken desGestells wohl abgerundet seyn. Nollet wandte zum Isolirenvon Menschen schon mit hinlänglichem Erfolge Schuhe von ge-dörrtem und in Oel gesottenem Holze an, Um kleinere Körperbei elektrischen Versuchen zu isoliren ,• kann man sich auch imNothfalle eines umgekehrten Trinkglases, einer Porzellantasseu. s. w, bedienen. Man mufs aber wohl darauf sehen, dafs dieseUnterlagen, so wie auch jene eigentlichen Isolatorien rechttrocken seyen, weswegen man sie besonders bei feuchter Witter-rung vorher zu erwärmen pflegt. Harzkuchen, auf jene mitseidenen Schnüren durchzogenen Rahmen gelegt, welche zur Un-terlage der zu isolirenden Körper dienen, haben in dieser Hin-sicht Vorzüge vor Glas und Porzellan, da sie die Feuchtigkeitweniger anziehen und an und für sich schon vollkommnereNichtleiter sind. p.