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Klima.
"Weitere Untersuchungen zeigten indefs, dafs die berechnetenTemperaturen mit den beobachteten keineswegs übereinkamen,und obgleich die herrschende Wärme mit Rücksicht auf ihre
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Stärke und Dauer unter die wesentlichsten Bedingungen der Be-schaffenheit des Klima’s gehört, so ist sie doch keineswegs dieeinzige, indem namentlich Oerter, wo trockene Wärme herrscht,sich sehr wesentlich von solchen unterscheiden, welche starkemRegen unterworfen sind. Je genauer und vollständiger über-haupt die Kenntnifs der Länder und einzelner Gegenden gewor-den ist, je mehr man den Einflufs der daselbst herrschendenWitterung auf das Thier- und PUanzenleben erkannt hat, umdesto mehr ist der Begriff der Klimatologie erweitert, so dafsletztere in diesem Augenblicke einen weitläufigen und wichti-gen Zweig der physikalischen Untersuchungen ausmacht. Man-che einzelne hierbei in Betrachtung kommende Tlxeile sind au-Iserdem von grofsem Umfange und erfordern eine so ausführlicheBehandlung, dafs der Artikel Klima zu einer ungebührlichenLänge anwachsen müfste, wenn man sie insgesammt darin auf-nehmen wollte. Es scheint mir daher am angemessensten, diewichtigsten Bedingungen des Klima’s einzeln namhaft zu ma-chen , zugleich aber diejenigen blofs anzudeuten, welche in ei-genen Artikeln näher untersucht werden müssen i .
1) Die erste und wesentlichste Bedingung des Klima’s istdie Temperatur, von welcher die Production im Thier- und.rilanzenreiche in einem solchen Grade abhängt, dafs beide inFülle und Ueppigkeit von der gänzlichen Unfruchtbarkeit dererstarrten Polargegenden bis zur unglaublichsten Production deräquatorischen Zonen der wachsenden Wärme proportional zu-nehmen. Die hierbei bedingende Temperatur ist dann in Be-ziehung auf ihre Quelle und ihre verschiedenen Modiftcationeneine gedoppelte; zuerst diejenige, welche dem Kerne und derKruste der Erde, ihrer Oberfläche und Atmosphäre in Folge einerbleibend vorhandenen Wärme - Menge eigentümlich ist unddurch die Einwirkung der Sonnenstrahlen erzeugt, in Thätigkeitgesetzt oder modificirt wird. Diese , welche der Erde gleich-sam notwendig zugehörend anzusehen ist, wurde bereits abge-handelt 2 , worauf ich daher verweisen darf. Zweitens aber wird
1 Vergl. v. Homboldt in G. LXXXVII. 1. ff.3 S. Art. Erde. Th. III. S. 970 ff.