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Klima.
8er ersteren unglaubliche Trocknifs herrscht, in der letzteren diefurchtbarsten Regengüsse mit kurzen Unterbrechungen den höch-sten Grad der Feuchtigkeit erzeugen. Nicht wenige Gegendender äquatorischen Zone haben sogar einen doppelten Wechseldieser Art als feste Regel.
3) Im nächsten Zusammenhänge hiermit steht eine dritte be-dingende Ursache des Klima’s, nämlich die Beschaffenheit desBadens. Manche Gegenden sind feucht durch das Wasser, wel-ches in der Erdkruste von nahen Gewässern aus an die Ober-fläche dringt. Dahin gehören die Ufergegenden der Flüsse, Mo-räste und Sümpfe, insbesondere aber die Oasen in Africa 1 . Derunterscheidende Charakter diesen grofsen Welttheils ist nämlich,dafs derselbe aufser den Gebirgen unabsehbare Sandebenen ent-hält, welche sich zwar von geringerer Ausdehnung auch in Asien und seltener in America befinden, dort aber die Eigenthümlich-keit zeigen, dafs mitten in den flachen, ganz unfruchtbaren,keine Pflanzen und kaum einige seltene wilde Thiere, selbstkeine Vögel darbietenden, Sandwüsten gröfsere oder geringereFlächen mit der üppigsten Vegetation bekleidet gefunden wer-den. Die Ursache hiervon liegt darin, dafs an den meisten Or-ten das atmosphärische Wasser sich in dem tiefen Sande verliert,daher die Dürre aufs Höchste gesteigert wird, und, indem hier-durch zugleich die Luft den höchsten Grad der Trocknifs er-reicht, folglich alle Hydrometeore mindestens Monate lang feh-len , alle Manzen verdorren und die Thiere diese nahrungslo-sen Orte fliehen. Wenn sich dagegen unter dem Sande einefeste Grundlage, namentlich Granit, findet, worein das 'Wassernicht dringen kann, welches sich in näheren oder entfernterenGegenden aus den Hydrometeoren angesammelt hat, und ausdiesem Grunde fortdauernd als Quelle zur Oberfläche dringt', sovereinigen sich Wärme und Feuchtigkeit zur üppigsten Vegeta-tion und bedingen die kühlen, fruchtbaren und reizendenOasen, welche durch den grellen Abstand von der, zum Ver-schmachten dürren, sie umgebenden Sandwüste so viel wunder-voller erscheinen.
Aber auch ohne diese sehr auffallenden , örtlich wirkendenUrsachen ist die Beschaffenheit des Bodens von grofsem Ein-flüsse. Schwarze basaltische Strecken werden leicht und stark
1 Yergl. Th. III. 8. 1134.