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[Fünfter Band. H - K.]
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Klima.

Das Kiistenklima auf dem Vorgebirge der guten Hoffnungist bereits lange durch die Beschreibung des La Caille be-kannt und diese stimmt mit späteren Angaben genau überein.Jener Astronom war vorzüglich veranlagt, dasselbe zu beach-ten, welches auch vom Mai 1751 bis Februar 1752 geschah.Die Temperatur daselbst ist sehr gemäfsigt, allein am unange-nehmsten sind die so häufigen heftigen Südostwinde, welchevier Zehntheile des Jahres herrschen. Oft gehen dieselben ineigentliche Stürme über, welche die Dünen am Ufer des Mee-res versetzen und grofse Massen Sand fortführen. Sie hinderndie Baume am Wachsen und zerbrechen sie nicht selten, stür-zen Maliern um , bringen die Schiffe in der Bucht in Gefahr underfordern eigene Vorrichtungen zum Schutze der Iläuser undGärten. Daneben herrschen dort viele und dichte Nebel, wel-che nicht biofit auf der See gelagert sind , sondern auch auf demLande, so dafs nur ein Drittheil des Jahres eigentlich heiter ist*.Inzwischen ist dieses Ivlima der Capstadt und der Küste, woraufsie liegt, nur ein sehr specielles und kann nicht als das eigent-liche von Siidafrica betrachtet werden. Letzteres wurde mitgrösserer Allgemeinheit untersucht durch Dr. Ksox 1 2 vermittelstmeteorologischer Register zu Graaf Reynet unter 32° ll' S. B.und 135 engl. Meilen vom Meere, bis wohin eine weite Ebeneausgedehnt ist. Die Kälte erreichte im ganzen Jahre den Ge-frierpnnct des Wassers nicht, die W r ärme stieg aber einmal imFebruar auf 38° C. bei einem ganzjährigen Mittel von 16°,77 C.Anhaltende Dürre wird auf der «anzen Colonie leicht nachthei-

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lig und die Regen verbreiten sich meistens nur über einzelneDistricte. Die verheerenden Südostwinde der Capstadt findetman dort nicht und im Allgemeinen ist das Klima sowohl anse-nehm als der Gesundheit zuträglich.

Diesem Klima correspondirt das von Buenos - Aires, gleich-falls eines Küstenlandes unter 34° 35’ 2 6" S. B., bis nach As-sumption iji Paraguay , mehr landeinwärts unter 25° 16' 40". Inletzterer Stadt steigt das Thermometer im Sommer nicht seltenauf 30° C., erreicht aber wohl 38°, sinkt dagegen im Wintereinigemole auf den Gefrierpunct. Die nördlichen Winde sind da-selbst warm, die südlichen kalt: Westwinde siebt es wesen der

1 G. LXVI. 1S6.

2 Edinb. Phil. Joarn. N. X. p. 279.