Klima.
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gans") im August oder September, welche selten tiefer landein-wärts gehen, als bis New -Orleans , und meistens in der Rich-tung von Nord nach Süd oder aus Ost und Südost Strecken voneinigen Meilen ganz verheeren, Häuser Umwerfen, die Bäumeder Waldungen mit den Wurzeln ausreifsen oder sie abbrechen,die Erndten fortführen und nicht blofs die Schilfe auf dem Mis-sisippi Umstürzen, sondern auch selbst das "Wasser desselben ausseinem Rette treiben. Nicht selten ereignet es sich dabei, dafsnach einigen Stunden des Tobens dieser Orkane eine plötzlicheschauerliche Windstille eintritt, einige Minuten anhält und dannder Sturm mit gleicher Heftigkeit in entgegengesetzter Richtungzu toben fortfährt. Noch einige Grade weiter nördlich, in Pen-silvanien, gleicht das Klima vollständig dem im mittlerenDeutschlande. Dr. Porno beobachtete in M’Conelsburgh unter39° 53' N. B. und 78° 9' W. L. von London die gröfste Kälte= — 19°, die gröfste Wärme = 36° C. und eine Kälte von— 15° C. ist durchaus nicht ganz ungewöhnlich, hält aber nielänger als drei Tage an L
Die klimatische Beschaffenheit hoch nördlicher Gegendenist so einfach, dafs sich aufser der Angabe der Temperatur we-nig darüber sagen läfst, und zugleich sind Beobachtungen indenselben selten, indem erst der Forschungsgeist der neuerenZeit diese Kenntnisse erweitert hat. Ueber Lappland, wo nochdie meiste Veränderlichkeit wegen der unverhältnilsmälsig hohenTemperatur herrscht, haben L. von - Buch, Vakgas Bedemakund Waiilenkehg übereinstimmende Nachrichten mitgetheilt.Nach dem Letzteren 1 2 ist der Gang der Witterung nach den Jah-reszeiten im hohen Lappland , namentlich in Enontekis , in derRegel folgender. In der Mitte Septembers wird das Laub derBirke gelb und fällt ab. Mit dem Anfänge des Octobers gefriertdie Erde , die Seen werden mit Eis überzogen, es fällt Schnee,dann Regen, aber selten so viel, als erforderlich wäre, den frühergefallenen Schnee wieder zu schmelzen. Während des Wintersschmelzt der Schnee nie, weswegen die kleinen Flüsse vertrock-nen. Beides, das Schmelzen des Schnees und das Fliefsen derkleinen Bäche, fängt erst in der Mitte des Mai an, jedoch bleibt
1 S. Froriep Notizen. 1825. Nr. 233.
2 Oeographisk ocli ekouomisk ßeskrifiüng om Kemi - Lappmark.Stockh. 1804. 4. Uehers. von Rlumhof. Ausgezogen von G. Xl.t. 2.13.