Klima.
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sich in sofern geändert, dafs die Winter kälter, die Sommerda"e"en wärmer gefunden würden. Das Thermometer, welchessonst nie unter—.'1° C. herabgegangen sey, habe später in jedemWinter einigemale — t)°,ti bis — 8°,2 und am EL Dec. 1800Sogar — 11°, 1 C. gezeigt. Uebrigens ist es keineswegs unmög-lich, die Ansichten beider mit einander zu vereinigen, in wel-chem Falle aber im Ganzen ein Gleichbleiben des Klima’s vonselbst folgt. Aulserdem giebt es wohl ohne Zweifel einzelne,wenn gleich nicht zahlreiche Veränderungen des Klima’s, derenUrsache nicht wohl aufzufinden ist, weil man die gesainmtenmit wirkenden Local-Verhältnisse nicht kennt. So erzählt unterandern LinrrEXSTKisr , , dafs auf dem Roggefeld’s-Gebirge vor50 und mehreren Jahren so viel Wasser war, dafs die Bewoh-ner weiten der Flüsse und Moräste nicht zu einander kommenkonnten. Keine Woche verging damals ohne Gewitter und vie-len Regen. Später waren die Gewitter nicht blofs selten , son-dern blieben manche Jahre ganz aus, und 1803 und 4 litt dieViehzucht sehr durch ühergrolse Dürre.
Die Beschaffenheit des Klima’s hat einen entschiedenenEinJlnfs auf das l’Jlanzenreich und das Thierreich. Das Lebenund Gedeihen der Bilanzen ist nur dann möglich, wenn sich diezu ihrem Wachsthume erforderliche Menge Feuchtigkeit in denihre 'Wurzeln umgebenden Substanzen voriindet, unter dieserBedingung aber bannt die Exsistenz und die volle Ausbildungderselben blofs von der Temperatur ab. Man sieht daher, dafsin heifsen Gegenden die bis in die Schneegrenze ragenden Bergein ungleichen Höhen mit den verschiedenartigsten Gewächsenbekleidet sind, und findet auf diese Art von unten nach obendie tropischen Pflanzen bis zu denen der Polarzone. Diese Un-tersuchung wird daher am schicklichsten mit den Betrachtungender verschiedenen Temperaturen verbunden. Das Thier gehtunablässig seiner Nahrung nach und wählt diejenigen Oerter, woes die ihm zusagende am leichtesten und in gröfster Menge fin-det. Aulserdem aber können gewisse Thier - Species nur in hei-fsen , andere nur in kalten lvlimaten leben , und so hängt alsoihr Gedeihen gleichfalls zunächst von der Temperatur ab, wobeiindefs manche mit mehr oder minder bedeutenden Veränderun-gen sich in verschiedenen Zonen accliuiatisiren. Der Mensel»
1 llciien. Th. 1. S. 159.