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[Fünfter Band. H - K.]
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Kohlenstoff.

vor, theils wird er künstlich erhalten, wenn mjn Eisen undeinige andere Metalle in Berührung mit überschüssiger Kohleschmelzt und langsam erkalten läfst, wo der vom Metall im Ue-berschufs aufgenommene Kohlenstoff als Graphit herauskrystal-lisirt. Die Krystallform des Graphits ist eine regelmälsig ßsei-tige Säule; er ist weich, in dünnen Blättchen biegsam, abfär-bend, fettig anzufühlen, von 1,8 bis 2,0 specif. Gewichte, stahl-grau, undurchsichtig und ein guter Leiter der Elektricität. Manhält ihn gewöhnlich für eine Verbindung von viel Kohlenstoffmit Eisen oder einem andern Metalle; da jedoch nach den Er-fahrungen von Karstejts, ÜEHZeuvs u. A. mancher natürlicheund künstliche Graphit ohne Rückstand verbrennt, so scheintder Metallgehalt zufällig und seine Verschiedenheit vom Dia-mant wäre aus der verschiedenen Krystallisation zu erklären, sowie Schwefelkies und Wasserkies bei ganz gleichem chemischenBestände eine verschiedene Krystallisation und damit auch inandern Eigenschaften Verschiedenheiten zeigen.

Die Kohle kommt theils natürlich vor, als Anthracit, theilswird sie künstlich erzeugt, sowohl durch Zersetzung der Koh-lensäure mittelst Kaliums oder Phosphors und des Kohlenwasser-stoffgases durch Glühhitze, als auch vorzüglich durch Glühenorganischer Verbindungen bei abgehaltener Luft. Soll letztere,ohne Asche zu lassen, verbrennen, so sind hierzu verdampfbareorganische Verbindungen anziiwenden, welche durch das Ver-dampfen von den beigemischten fixen Stoffen befreiet werden;so erhielt man eine ohne Rückstand verbrennende Kohle beimllindurchleiten der Dämpfe von Weingeist oder flüchtigem Oeledurch eine glühende Porcellanröhre. Ist zur Bereitung der Kohleeine gelinde Hitze angewendet worden, so enthält sie noch merk- .liehe Mengen von Wasserstoff und Sauerstoff; sie ist brennbarer,ein schlechter Leiter für Wärme und ein Nichtleiter für Elektrici-tät; nach stärkerem Glühen dagegen, wobei sie noch Wasserstoffund Sauerstoff in Gestalt von Wasserstoffgas und Kohlenoxyd-gas entwickelt, leitet sie die Wärme ziemlich gut und die Elek-tricität nach den Metallen am besten. Ihr specifisches Gewichtbeträgt 1,5727; sie ist zwar sehr zerreiblich, kann aber durchheftiges Weifsglühen im Kreise der Voltaischen Säule nachDAVYso hart gemacht werden , dafs sie Glas ritzt. Sie zeigt nocheinige andere merkwürdige Verhältnisse, welche dem Diamantund Graphit nicht zukommen, nämlich sie absorbirt mit Begierde