Band 
[Fünfter Band. H - K.]
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Des Menschen.

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jedoch gesteht er zu, dafs die Geschwindigkeit und Dauer derBewegung zu berücksichtigen sey, ohne dafs die gesammteSumme der von den Trägern in einem Tage und dann mehrereTage anhaltend fortgeschafften Lasten genau von ihm angegebenwird. Inzwischen enthalten de la Hihe, Desaguliehs undandere ältere Schriftsteller schon einige sehr richtige Bestimmun-gen. Nach ihnen beträgt nämlich die Kraft des horizontalenZuges bei einem Pferde 200 ff. auf 8 Stunden des Tages miteiner Geschwindigkeit vön 12000 F. in 1 Stunde. Wird dieLast bis 240 ff. vermehrt, so kann dasselbe nur 6 Stunden ar-beiten. Bei Menschen ist dagegen im horizontalen Zuge dieKraftäufserung am geringsten , indem ein starker Mann an einemSchiffe ziehend nur 27 ff. bewegt, wonach 7 Menschen 1 Pferdersetzen würden. Dieses stimmt sehr genau mit den Messungender absoluten Kraftäufserung beider überein, denn Regnieh 1fand vermittelst seines Dynamometers die absolute Kraft einesPferdes im horizontalen Zuge = 720, eines Mannes aber nur= 100 bis höchstens = 120 ff. Beim Tferde dagegen findet dienachtheiligste Kraftanwendung statt, wenn es eine Last bergaufbewegen soll, indem ein Mensch leichter mit 100 ff. Last eineHöhe hinaufsteigt, als ein Pferd mit 300 ff., wonach 3Menschendas Aequivalent eines Pferdes gäben. Eben daher wird manfinden , dafs Fuhrleute allezeit die längeren und minder steilenWege wählen, Fufsgänger dagegen die kürzeren, wenn gleichsteileren, insbesondere dann, wenn die zurückzulegende Streckedes Weges nicht sehr grols ist, indem sonst das Bergsteigenüberhaupt zu grofse Ermüdung herbeiführt. Die stärkste Kraft-äufserung des Menschen findet beim Rudern statt, indem erhierbei die meisten Muskeln und in der vortheilhaftesten Stel-lung anstrengt. Vorzüglich suchten die älteren Geometer dieKraft der Menschen namentlich beim Ziehen von Lasten aus derNeigung ihres Körpers und dem Gewichte desselben, für sichallein oder wenn derselbe noch mit einer Last beschwert war,zu bestimmen und auf eine allgemeine Formel zurückzubringen,was aber nicht leicht zu befriedigenden Resultaten führt.

Unter die gröfseren und bedeutendem Versuchsreihen ge-o o

Jiört namentlich die durch Schulze^ angestellte, wodurch er

1 G. II. 91 .

2 M«Sm. de Berlin. Ar.. 1783. Berl. 1785. p. 333.