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[Fünfter Band. H - K.]
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Kraft.

zaki aber nach genauerer Prüfung einen GegneT*. Größerenund allgemeineren Beifall, als die Kunst des Wasserfiihlens, er-hielten die magischen Kräfte der kleinen Pendel aus Schwefel-Uesen an Fäden aufgehangen, und es ist in der That merkwür-dig, dafs diese Mährchen bis auf die neuesten Zeiten herab nochmitunter gläubige Anhänger finden. Fortis wollte beobachtethaben, dafs solche Pendel in der Iland des Grafen Fantuzzischwebend gehalten überWasser und Metallen in Schwini’uns’engeriethen und verschiedene, aber regelmäfsige und nach be-stimmten Gesetzen wechselnde, CurVen beschrieben. Der scharf-sinnige Al. v. Humboldt 1 2 erklärte sich sogleich dagegen, undDeutschland wäre ohne Zweifel mit einem so weit verbreitetenGlauben an diese Mährchen verschont geblieben , wenn diesergrofse Gelehrte schon damals seinen jetzigen wohlbegriindetenRuf errungen gehabt hätte, indem er nicht blofs gleich anfangsdie ganze Sache belächelte, sondern auch den psychologischenGrund des Hanges zum Glauben an solche Wunderkräfte achtnaturphilosophisch nachwies.

Insbesondere war München der Centralpunct, von wo ausdie durch geheime Kräfte erzeugten Wunderphänomene verbrei-tet wurden, unter deren lebhaften Vertheidigern hauptsächlichRitter, Schelling, Franz Baader, Gehlen 3 , Winterl 4und Buchholz 5 sich als solche auszeichneten, denen die Ver-suche vorzugsweise gut gelangen. Dort fanden nicht blofs dieSchwingungen derSchwefelkiespendel sehr allgemeinen Glauben,sondern die Kraft des Erz - und Wasser - F’ühlens sollte sichauch keineswegs als etwas Außerordentliches bei Pennet alleinfinden, indem sie vielmehr bei zwei Frauenzimmern, Gandoleiund Anfossi, dem Abt Amoretti, dessen Enkel und vielenandern Personen in gleichem Grade gefunden wurde. Freilichwar die Leichtgläubigkeit so ungeheuer grols, dafs irgend jemandnur die Behauptung aufstellen durfte, er besitze diese Kunst,

1 Brugnatelli Ann. di Chim. T. IV.

2 Versuche über die gereizte Mastel- und Nervenfaser. Berl.1797. I. S. 467.

3 Dessen Journ. Bd. IV. S. 98.

4 Ebend. III. S. 733.

5 Ebend. V. S. 575,