Band 
[Fünfter Band. H - K.]
Seite
1021
JPEG-Download
 

1021

K r u m m z a p f e n.

nämliche als die des gemeinen Krnmmzapfens ist, sie gewahrtaber aufser gröfserer Dauerhaftigkeit noch den Vortheil, dafseinzelne zerbrochene Theile leichter wieder ergänzt werdenkönnen.

Der Krummzapfen gehört rücksichtlich des dabei zumGrunde liegenden mechanischen Princips zum Hebel und bildeteine so einfache Anwendung hiervon, dafs es auf den erstenBlick befremdend scheint, wie es eine Theorie desselben gebenkönne. Es ist aber hierbei Folgendes zu bemerken. Wenn derKrummzapfen in seiner eigentlichen Gestalt oder als Scheibedurch die Welle, woran er befestigt ist, umgedreht wird, soist die auf die Warze von der Welle aus wirkende, also die ge-gebene Last wältigende Kraft stets gleich, vorausgesetzt, dafsdie Umdrehung der Welle selbst mit unveränderter Kraft erfolgt.Geschieht dagegen die Umdrehung der Kurbel vermittelst einerdie Warze ersetzenden Handhabe durch Menschen, so ist esfür diese wegen der verschiedenen Stellungen, die sie dabeiannehmen müssen, unmöglich, unausgesetzt eine gleiche Kraftanzuwenden. In diesem Falle pflegen die an beiden Seiten derWelle anzubringenden Kurbeln in einem Winkel von 180 Gra-den gegen einander gerichtet zu werden, so dafs die geringstenund «röfsten Kraftäufserungen beider zusammenfallen und sicheinander compensiren. Meistens aber wird durch die Bewegungder Kurbel im Kreise zunächst eine geradlinige hervorgebracht,indem das an der Warze hängende Gestänge sich in horizontaleroderverticaler Richtung bewegt, und eben so oft wird durchein in gerader Richtung bewegtes Gestänge eine Kurbel in Be-weounü cesetzt. Eine einfache Betrachtung ergiebt aber, dafsdie hiernach ausgeübte Kraft veränderlich ist und zweimal ihrMaximum und zweimal ihr Minimum bei jedem von der Warzedurchlaufenen Kreise erreicht, Ersteres wenn die Richtung desGestänges auf den Arm des Krummzapfens oder den Radius derScheibe vom Centrum bis zur Warze lothrecht ist, Letztereswenn beide in eine gerade Linie fallen. Indem hiernach alsozweimal einUebergang vom Maximum zum Minimum und zwei-mal ein umgekehrter statt findet, so fordert dje Theorie aufzu-finden, wie grofs die Kraft in jeder Lage und somit die Summeder ganzen, bei einer Umdrehung ausgeübten, sey, desgleichenauf welche Weise bei diesen vorhandenen Bedingungen der

ö o

^röfite NutzeiTect erhalten werde. Die Theorie selbst,

tim