Band 
[Fünfter Band. H - K.]
Seite
1110
JPEG-Download
 

1110

Krystall.

Einfache Gestalten mit ungleichendiger (oder2 X lendiger) 2fach pgliedriger llauptaxe(ungleichendige 2fach pgliedrige Gestalten).

Wenn p zuerst gröfser als 2 ist und mail denkt sich Flächensenkrecht auf 2fach lgliedrige Strebestrahlen einer Art, so erhältman einen pflächigen Spitzling 1 (acroides p-edrica) ersteroder zweiter Stellung, z. ß. 311ächiger Spitzling ( acroides Iri-edrica), 4fiächiger Spitzling ( acroides tetbaedrica), t)flächigerSpitzling ( acroides hexuedric.a). l_)ie p Flächen einer solchenGestalt vereinigen sich sännntlich in einem gemeinschaftlichenEckpuncte, dem Scheitel. Die Flächen sind 2fach lgliedrig unddie p Scheitelkanten sind gleichseitige 2fach lgliedrige Kanten.Der Scheitel ist eine pkantige 2fach pgliedrige Ecke, ln jedemSysteme sind zu unterscheiden pllächige Spitzlinge der lsten und2ten oberen und wieder solche der lsten und 2ten unteren Stel-lung. Bei jenen liegt der Scheitel am äulsern Ende des obernHauptstrahls, bei diesen an dem des unteren. Für p = 2 erhältman , anstatt des pflächigen Spitzlings, einen quergipfelkantigen2flächigen Schiefwandner. Die beiden Flächen einer solchenGestalt sind zu betrachten als 2fach lgliedrige und die horizon-tale Gipfelkante, welche sie bilden, ist eine 2fach 2gliedrigeKante. Sie ist Stellvertreter von 2 Scheitelkanten, die hierunter einem Winkel von 180° am äufsernEnde des Hauptstrahlszusammenlaufen. Für p = l erhält man lflächige Schiefwandner.Seine Fläche hat hier die Bedeutung einer2fach lgliedrigenFigun

1 Das Wort Spitzling ist ähnlich den Worten Frühling, Spätlinggebildet und bedeutet etwas, dessen Haupteigenschaft im Spitzigseyubesteht. Das Wort Pyramide bezeichnet einen Spitzling, der durchdas Hinzutreten einer Grnndtläche zu einer ringsum endlich begrenz-ten Gestalt geworden ist, welche aber, da sie demnach Flächen ver-schiedener Art besitzt (Scheitelflächen und Grund- oder Tafelflächen)nicht mehr als einfache Gestalt betrachtet werden darf. Man kannan den tflächigen Ebenrandnern und an den tflächigen Kronrandnerndie pflächigen Spitzlinge und an den 2xtflächigen Ebenrandnern, sowie an den Sxtüächigen Kronrandnern die 2xpflächigen Spitzlingekennen lernen, wenn man die Scheitelkanten, die im einen Scheiteljener Gestalten zusammenlanfen, über die Handecken hinaus verlän-gert und, die' dieser Verlängerung entsprechende Verlängerung derFlächen dieses Scheitels gleichfalls statt linden läfst, während mandie Flächen und Kauten des andern Scheitels nicht mit in Betrach-tung zieht.