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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Sicherheitslampe li.

ausmachen , so füllt sich der ganze Cylinder mit einer schwa-chen blauen Flamme, in welcher die Flamme des Dochtes wei-ter brennt. Wächst die Menge des explodirenden Gases bis zu■g. oder -!■ der gesammten Luftmenge, so wird der ganze Cylindermit einer hellen Flamme erfüllt; die Lampe erlöscht aber, wenndiese Menge bis auf -J. steigt, in welcher Mischung jedoch dasAthmen nicht mehr statt findet. Solche Lampen schützen auchdann noch, wenn man die sehr stark explodirenden künstlichenMischungen von Steinkohlengas mit atmosphärischer Luft durchsie aufsteigen läfst. Wenn das entzündliche Gas lange anhaltendin dem Drahtgewebe der Lampe brennt und dieses dadurch glü-hend wird, so räth Davy, den obern Deckel desselben zuZeiten mit etwas Wasser zu bespritzen, um ihn abzukühlen,allgemein hat man jedoch den andern Vorschlag von ihm in Aus-führung gebracht, nämlich über das obere Ende des Cylindersnoch ein zweites, gleichfalls oben bedecktes, zu stellen, damitauch dann jede Gefahr vermieden wird , wenn die erste Bedek-lsung durch die beständig hierauf wirkende flitze der Lichtilammedurchgebrannt seyn sollte 1 . Statt des Drahtgeflechtes Cylinderaus Metallblech mit sehr schmalen , länglichen Einschnitten zuwählen, hat Davy zwar gleichfalls angegeben, aber deswegenverworfen , weil sie bei weitem weniger Licht durchlassen.

Davy’s Sicherheitslampen wurden sogleich nach ihrer Er-findung allgemein in den Kohlenminen eingeführt, namentlichin England, Frankreich und den Niederlanden , und sie warenin ihrer ganzen Construction so vollendet, dafs später keine be-deutenden Verbesserungen an ihnen angebracht worden sind. DerErfinder selbst schlug Vor, über dem Dochte einen feinen schrau-benförmig gewundenen Flatindraht zu befestigen, welcher, wiebei den Lampen ohne Flamme , durch den aufsteigenden Oel -dunst und das umgebende explodirende Gas noch einige Zeit imGlühen erhalten wird, wenn die Lampe durch das in zu grofserMenge zuströraende explodirende Gas erloschen ist, weswegendieser gewundene Flatindraht also ein Mittel darbietet, mittelstdessen der Bergmann sich vermöge der geringen Erhellung ausden dunkeln Schachten herauszufinden vermag. Eine sehr nahe

1 Journal of tlic Royal Institution. 1816. Daraus in Journ. dePhys. 1817. Mars. p. 219. G. LVI. 112. 437. Ann. de Chira. et Plivs.T. I. u. T. V.

VI. Bd.

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