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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Lampe.

welcher das Gas in einen kleinen, mit Phtinschwamm gefüllten,auf einer lotlirecliten Stange ruhenden Becher bläst. Es ktmndiese Veränderung jedoch keineswegs für eine wesentliche gel-ten , auch ist die beabsichtigte Verringerung des Preises nichtbedeutend’.

III. Lampen zum Heizen.

Jede Lampe läfst sich zugleich zum Erhitzen gebrauchen,insofern jede Flamme Wärme giebt und zwar nach Rumkok»beim vollständigen Verbrennen des Brennmaterials eine derQuantität des letzteren direct proportionale Menge 1 2 . Es ist ausdieser Ursache nicht zu übersehen, dafs die in Zimmern bren-nenden Lichtllammen zugleich die Wärme daselbst bedeutendvermehren?, wenn sie gleich ausschliefslich nur zur Beleuchtungderselben bestimmt sind ; inzwischen kann hier nur von den-jenigen Lampen die Rede seyn , durch die man ganz eigentlichw arme oder Hitze zu erzeugen beabsichtigt.

Eine gvofse Zahl solcher Lampen ist dazu bestimmt, dafsihre Flamme durch eine mehr oder weniger künstliche Vorrich-tung gegen das zu erhitzende Object geblasen wird, z, B. dieLampen der Mineralogen, der Glasbläser, der Etnailleurs u. s.w.,weswegen sie denn Blaslampen genannt werden. Wegen ihrervielfachen und verschiedenartigen Anwendung ist ihre Zahl sehrgrofs und man hat sie von mannigfaltiger Form , wobei jedochdie meisten Veränderungen nicht sowohl die Lampen selbst, alsvielmehr die Art betreffen, auf welche die Luft hinzugeführt wird,oder die Vorrichtung des Blasens. Die hierbei zu beriicksichti-genden physikalischen Gesetze sind inzwischen sehr einfach undes genügte daher, nur die wesentlichsten Constructionen der-selben etwas näher zu beschreiben 3 . So wie man hierzu sowohlWeingeistlampen, als auch Oel- und Unschlittlampen anwendet,ist dieses gleichfalls der Fall bei solchen, die nicht zum Hitzendurch die geblasene Flamme , sondern durch die letztere ohneweitere Modification bestimmt sind. In dieser Hinsicht ist zuberücksichtigen, dafs die Flamme verbrennender Fettigkeiten an

1 Vergl. Art. IVärme.

2 Vergl. Heizung. Tfi. V. S. 166.

3 S. Art. Gebläse. TU. IV. S. 115i.