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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Landcharte.

der Senkrechten machen und daher eine leicht näher zu berech-nende Unähnlichkeit hervorbringen.

Eine Charte mit geraden Meridianen und geraden Parallelenreicht also für grtifsere Länder nicht aus und wir suchen daher,was eine Charte leistet, auf welcher die eine Classe dieser Li-nien gerade bleibt. Sollen nämlich die Meridiane gerade Linienbleiben und die nach richtigem Verhältnisse gegen die Polekleiner werdenden Parallelkreise senkrecht durchschneiden, soist es am besten, diese Parallelkreise als wirkliche Kreisbogenaufzutragen. Um hier das Verhältnifs der Längengrade auf denbeiden äufsersten Parallelkreisen, die den Breiten = b und = h rentsprechen , richtig zu erhalten , müssen sich die Halbmesserderjenigen Kreise, welche diese äufsersten Parallelkreise vorstel-len sollen, wie Cos. b zu Cos. K verhalten. Soll also die Charteeine Hölle = a in irgend einem Mafse, zwischen den Parallel-kreisen in den Breiten b, b', bekommen und soll r der Halb-messer des aufzuzeichnenden kleinern Parallelkreises seyn, so

wird - —- der Halbmesser des gröfsern Parallelkreises und da

Cos.b

,, . a Co*, b'

ihre Differenz = a seyn soll, so ist r = —---—-. Die

Cos. b —. Cos. b

Construction ist daher diese. Man zieht in der Mitte der Charte

F'S-eine gerade Linie AB als Meridian der Orte, welche in der18 ® 7

Mitte des aufzuzeichnenden Stückes der Erde liegen ; man tlieilt

diese in gleiche Theile, die Grade des Meridians vorstellend,

und verlängert sie gegen den Pol hin, bis A C = r =

a Cos. b' . ,

-—-, ist; den so gefundenen Punct C macht man

Cos. b — Cos. b

zum gemeinschaftlichen Mittelpuncte der durch alle Theilungs-puncte der AB zu ziehenden Kreise, nimmt auf BG die BogenBD = DD’ = D'D" = BF . Cos. b, wenn B F einen Grad desMeridians vorstellt, und zieht durch D, D , die geraden Li-nien D C, D'C, D"C als Meridiane. Es läfst sich leicht über-sehn, dafs die so hervorgehende Theilung der Parallelkreisenur für die beiden Kreise AII, B G in richtigem Verhältnisseist, nicht aber für die zwischenliegenden Parallelkreise; derFehler ist gegen die Mitte am gröfsten. Um diesen Fehler zuvermindern, ist es gut, nicht die äufsersten Parallelkreise zurBestimmung des r zu gebrauchen , sondern zwei Parallelkreise,welche zwischen der Mitte und den beiden äufsersten Grenzen