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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Allgemeine Bestimmungen.

Neuere Versuche über die Erregung der Elektricität durchIteiben der Metalle an einander selbst verdanken wir Bkcque-kel 1 . Er stellte diese Elektricität dadurch dar, dafs er die bei-den Metallscheiben an die Enden des Drahtes eines Multiplica-tors befestigte, wo dann durch ein gelindes Reiben derselbenüber einander, nachdem bei dem Auflegen derselben auf einan-der keine Wirkung statt gefunden hatte, ein hinlänglich starkerStrom erregt wurde, um die Magnetnadel in Bewegung zu setzen.Stellt man auf diese Art den Versuch mit mehrern Metalllamel-len an, so erhält man folgende Reihe, in welcher jedes Metallnegativ ist gegen die auf dasselbe folgenden und positiv gegendie ihm vorangehenden : JVismuth, Nickel, Kobalt, Palladium,Platin , Blei, Zinn, Gold, Silber, Kupfer, Zink, Eisen, Cad-mium, ^intimon. Diese Reihe stimmt in der Hauptsache mitder thermoelektrischen überein, man konnte daher glauben, dafsdie Wärme blofs als wärmeerregendes Mittel eine thermoelektri-sche Wirkung verursache; dafs dem aber nicht so sey, ersiehtman daraus, dafs, wenn man eineWismuth- und Antimonplatte,statt sie sanft zu reiben, durch wiederholte Schläge mit Ver-meidung aller Seitenreibung stark gegen einander drückt, wodoch die Flächen mehr Wärme erhalten müssen, als bei einersanften Reibung, die davon abhängige thermoelektrische Wir-kung doch nicht stark genug ist, um die Nadel in Bewegungzu setzen. Auch zwei Scheiben desselben Metalls, über ein-ander gerieben, werden elektrisch erregt, man mufs nur dafürsorgen , dafs derselbe Punct 'der einen Scheibe hinter einanderalle Puncte der Oberfläche der andern durchlaufe. Hierzu dientein Knopf, den man über eine Scheibe hinführt. Es wird dannbei Anwendung von Wismuth , Antimon, Eisen und Platin derKnopf positiv elektrisch , bei Kupfer dagegen die Scheibe. Diedurch Reiben der Metalle an einander erregte Elektricität läfstsich auch dadurch sichtlich machen, dafs man Feilicht von Me-tall durch ein feindurchlöchertes Metallsieb oder von einer ce-neigten Metallfläche auf ein empflndliches Elektrometer fallenläfst. Bei Anwendung gleicher Metalle verhält sich das Feilichtnegativ.

Merkwürdig ist es, dafs die durch Reiben der Metalle an

1 Ann. de Chimie et Phys. T. XXXVIII. p. 113. uud Poggen-dorlTs Ann. 1828. VIII. 619.