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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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146 Leiter, Nichtleiter, Halbleiter.

gesetzter Richtung durchlaufen. Die Magnetnadel sn im Innerndes Apparats wird also , wenn die beiden Drahtleitungen einan-der gleich sind oder durch Adjustirung der mit den Tölen ver-bundenen Drahtstiicke einander gleich gemacht werden, keineAblenkung erleiden. Diesen Zweck wird man am sicherstenerreichen, wenn man erst einen der vier Drähte, die mit denTölen der Batterie communiciren , länger als die andern nimmtund ihn hierauf allmälig verkürzt, bis die Magnetnadel keineAblenkung mehr zeigt.

Die Nadel wird auch dann keine Abweichung erleiden,wenn man die Schälchen a und b, c und d durch Drähte ver-bindet, die eine gleiche Menge von Eleklricität durchlassen,indem jedem der Drähte des Galvanometers dann eine gleicheGröfse entzogen wird. Geschieht aber diese Verbindung durchDrähte, die ungleich leiten, so wird die Nadel abgelenkt undzwar von Seiten der Drahtwindungen, deren Wirkung dadurcham wenigsten geschwächt worden ist. So z. B. wird der BogenT ( aefbN der überwiegende seyn, wenn von den die Schälchendirect verbindenden Drahten der zwischen a und b am wenig-sten leitet, und man hat entweder die Leitung zu verstärken,oder die zwischen c und d zu schwächen, wenn der BogenNcghdT dem ersteren wieder das Gleichgewicht halten, alsodie Nadel zur anfänglichen Stellung zurückkehren soll. Es istklar, dafs sich auf diese Art ausmitteln läfst, welche Lange,Dicke und Temperatur man Drähten von gleicher oder verschie-dener Natur zu geben habe, damit sie einer gleichen Menge vonElektricität den Durchgang gestatten , und eben darauf beruhtBecquehel’s Methode, den Einflufs aller dieser Umstände aufdas Leitungsvermögen mit möglichster Schärfe zu bestimmen. Erhat jedoch den Einflufs der Temperatur nicht zum Gegenständeseiner Untersuchungen gemacht und sich vielmehr begnügt, dieDrähte sämmtlich bis auf die Temperatur des schmelzenden Eiseszu erkälten , auch sorgte er vermittelst eines passenden Gestellsdafür, dafs sie auf gleiche Weise und mit beiden Enden zugleichmit dem Quecksilber der Schälchen in Berührung kamen.

Was nun zuerst den Einflufs der Länge betrifft, so fander, dafs, wenn man bei einem Apparate, wie der abgebildeteist, die Schälchen a und b durch einen Kupferdraht von belie-biger Dicke und von der Länge eines Decimeters verbindet, mandie Schälchen c und d entweder durch zwei Kupferdrähte von