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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Leiter, Nich tl eiter, Halbleiter.

wahre Ordnung der Metalle in Rücksicht auf ihre Leitungsfähig-heit als folgende:

Blei , Zinn, Eisen, Kupfer, ( Messing, Silber, Gold').Aus ähnlichen Versuchen über Wärmeerzeugung und Schmel-zung des Platins folgert Ritter ferner, dafs dasselbe allen übri-gen Metallen an Leitungsfähigkeit nachstehe.

Ritter übersah die Schwierigkeit nicht, \Velche sich ausden Versuchen vast Marüsi’s entgegenstellte. In denselbenwurde die Batterie jedesmal gleich vollkommen entladen, säumt l-liche Drähte leiteten also dieselbe absolute Menge von Elektri-cität. Die verschiedene Leitung kann also nicht auf die absoluteMenge , sondern auf die gröfsere oder geringere Geschwindig-keit, mit welcher dieselbe absolute Menge von Elektricität ge-leitet wird, bezogen werden, woraus sich dann der veränderteAusdruck ergiebt, dafs die Schmelzbarkeiten der Metalle durchElektricität sich verhalten wie die Producte aus dem Grade derGeschwindigkeit, mit welcher die Metalle leiten, und denSchmelzbarkeiten der Metalle durcli die Wärme. Ritter ziehthieraus ferner das Resultat, dafs eine und dieselbe Menge vonKlektricität der Intensität und Extensität nach um so mehr Wärmehervorbringe, je schneller, und um so weniger, je langsamersie geleitet werde, oder dafs die durch einerlei Menge von Elek-tricität erzeugten Wärmen sich umgekehrt wie die Entladungs-zeiten verhalten, welche ungeachtet des scheinbar instantan er-fol genden Batteriefunkens doch sehr verschieden seyn könnenund sevn müssen. Hieraus folgt ferner noch, dafs eine unddieselbe Menge von Elektricität um so mehr Wärme hervor-bringen müsse, je höher die Spannung ist, aus der sie in das 0übergeht, und die Uebereinstimmung dieses Schlusses mit derErfahrung und folglich auch die Richtigkeit der Prämissen , auswelchen er abgeleitet ist, findet Ritter in Cutiibertso.VsVersuchen über Schmelzung verschiedener Längen von Metall-drähten, welcher nämlich gefunden hatte, dafs dieselbe Mengevon Elektricität in dem Verhältnisse eine gröfsere Länge schmolz,ln welchem durch Anhäufung auf einer kleineren Oberfläche ihreSpannung höher war.

Ritter findet in jener Ordnung der Metalle zugleich einenmerkwürdigen Zusammenhang mit ihrer Oxydabilität und stelltdas allaemeine Gesetz auf, dafs das Leitungsoermögen der Me-inl le in geradem Verhältnisse mit ihrer Oxydabilität stehe.