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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Polare Leitung.'

seiner Ladung zu entziehen vermöchte. Die negative Unipo-Jarität und das Nichtgeschlossenseyn der Säule in der Seife er-hellet am auffallendsten , wenn man mit benetzten Fingern den 1negativen in die Seife gehenden Draht und die Seife selbst be-rührt. Es wird keine Erschütterung statt finden und das Elek-trometer unverändert bleiben. Schliefst man aber mit dem be-netzten Finger am positiven Drahte und an der Seite, so erhältman eine Erschütterung, die Elektrometer sind beide ansgegli-dien und der I\Teis ist geschlossen. Unterbricht man die Con-tinuität eines der in der Seife befestigten Drähte und schaltetdaran einen Gasapparat ein, so wird, da der Kreis nicht ge- #schlossen ist, auch keine Wasserzersetzung statt linden, solangedie Polardrähte lediglich durch Vermittelung der Seife auf ein-ander wirken ; legt man ein Stück befeuchteten Schwamm odereine Tuchscheibe so an den negativen Polardraht, dafs sie zu-gleich die Fläche der Seife berührt, so bleibt alles wie zuvor,sobald man aber den feuchten Leiter zwischen den positivenDraht und die Substanz der Seife andiiickt, so stellt sich augen-blicklich die Wasserzersetzung mit voller Energie ein und dieElektrometer bezeugen zugleich durch das Verschwinden ihrerDivergenz , dafs nun eine vollständige Leitung eingetreten ist.Die Feuchtigkeit ist also hier gleichsam der vermittelnde Leiterder positiven Elektricität zwischen der Seife und dem Metalle,welche von diesem nicht unmittelbar in die Seife übergeht, da-her auch dieselbe Metallplatte, welche im feuchten Zustandeingemeinschaftliche lleriihrung mit dem positiven Drahte und derSeife gebracht die Wasserzersetznng vermittelt, ganz ohne Wir-kung ist, wenn sie im ganz trockenen Zustande auf dieselbeWeise angelegt wird. Eben wegen dieser Wirkung der Feuch-tigkeit mufs man, um jene bestimmte unipolare Wirkung derSeife zu haben, dieselbe im vollkommen trockenen Zustandeanwenden.

Alle Erscheinungen der negativen Unipolarität zeigt gleichauffallend, wie die Seife, Ekman’s Versuchen zufolge, der con-crete trockene Eiweifsslojf, welchen man dadurch am bestenerhält, dafs man das durch anhaltendes Kochen des Eies imWasser geronnene Eiweifs (j bis 7 Tage an der Luft eintrocknenläfst, bis die Masse dem FJernstein an E f 'arbe und Durchschein-barkeit, nicht aber an Sprödigkeit ähnlich geworden ist.

Ermax giebt keine Erklärung dieser sonderbaren Erschei-