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Polare Leitung.
gativen Pole, je nach der verschiedenen Beschaffenheit des zurSchliefsung angewandten Körpers. Insbesondere stimmten darinihre Resultate mit denen von Eh. MAS erhaltenen überein, dafsbei Anwendung der Weingeistllamme und ableitender Berührungderselben die rückständige Spannung des negativen Tols stetsauf ihr Maximum gebracht wurde, während der positive Polohne alle Spannung zurückgeblieben war. Nicht so constantund in keinem so vollkommenen Grade zeigte sich dagegen auchdie trockenste Seife in ihren Versuchen als negativ - unipolar,indem zwar allerdings der positive Pol ein größeres Maximumvon Spannung zeigte, aber auch am negativen Pole sicli einkleiner Rückstand von Spannung zu erkennen gab. Sie fandennämlich, dafs unabhängig von aller Feuchtigkeit, welche aller-dings auf die Modiflcation der Leitungsfähigkeit der Seife einenhöchst merkwürdigen Einflufs äufsert, die Seife in einzelnenFällen vielmehr die Spannung des negativen Pols erhöhte undsich demnach positiv - unipolar verhielt. Dieses bemerkten sie,wenn sie die Seife erwärmten, z. B. nur einige Minuten derSonne aussetzten, doch nahm sie beim Abkühlen wieder ihredem positiven Pole mehr günstige Beschaffenheit an. Ammonium,auf einen Streifen Papier leicht aufgetragen und als Verbindungs-glied beider Pole angewandt, verhielt sich zwar als positiv-uni-polarer Leiter, d. h. erhöhte die Spannung des negativen Pols,aber weder bis zu demselben Maximum, noch so beständig wiedie Flamme, und sogar noch weniger und mit geringerer Bestän-digkeit , als die Seife die Spannung des positiven Pols erhöhte.Auflösungen von kaustischem Kali und Natron durch Papier-streifen zur Verbindung beider Pole angewandt wirkten wieSeife, obgleich die "Wirkung geringer (ohne Zweifel wegen ihresvollkommenem Leitungsvermögens) und veränderlicher war.Eine grofse Menge von Körpern aus allen drei Naturreichenwurden auf dieselbe Weise von ihnen untersucht und sie zeit;-ten im Durchschnitte dieselben Erscheinungen wie jene Normal-körper, nur in einem geringeren Grade, dafs nämlich die rück-ständige Spannung in dem einen Pole erhöht, in dem andernvermindert war. Selbst Metalle zeigten bisweilen diese Erschei-nungen, wenn sie an der Berührungsstelle beschmutzt oder oxy-dirt waren. Viele dieser Substanzen zeigten sich bisweilen gegenbeide Pole gleichgültig, so dafs, wenn man den leitenden Bo-gen, den sie bildeten, in der Mitte berührte, sie die rückstän-