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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Durch Verbrennen.

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5. Lichtentwickelung beim Verbrennenund bei andern chemischen Einwir-kungen.

Da die Theorie des Verbrennens, die Angabe der chemi-schen Zersetzungen und Verbindungen, welche dabei Vorgehen,die Frage, in welcher Beziehung das ganze Phänomen zu demelektrischen Verhältnisse der Körper steht, in einem eignen Ar-tikel abgehandelt werden wird, so beschränke ich mich hierblofs auf die Lichterscheinpngen , die damit verbunden sind.

Das Verbrennen in atmosphärischer Luft oder in Sauerstoff-gas geschieht auf eine verschiedene Weise, indem entweder dasGlühen blofs angefacht und lebhafter wird , oder eine Flammehervorbricht. Bei Kohlen und bei allen Substanzen, die keinIlydrogengas entwickeln oder überhaupt keine sich in elastischerForm entwickelnde brennbare Materie hergeben, entsteht beimZutritte der Luft eine Zersetzung des Sauerstoffgases und damitverbunden allemal eine verstärkte Wärme und ein lebhafteresLicht, es mag nun, wie beim Brennen der Kohle, der ponde-rable Bestandtheil des Sauerstoffgases sich mit dem Kohlenstoffezu Kohlensäure vereinigen, oder, wie beim Glühen des Eisensund anderer Metalle , der Sauerstoff sich mit den Theilen desMetalles zu einem Oxyde verbinden. Der Luftzug hat in diesenFällen eine zweifache Einwirkung auf den Glanz des Glühens,indem er, sofern er kalte Luft zuführt, den glühenden Körperetwas abkiihlt und die Lichterscheinung des Glühens dadurchvermindert, ja bei geringen Massen des glühenden Körpers ihnbis unter die Glühhitze abkühlen und sein Glühen zerstören kann,dagegen aber, wenn die Hitze hinreichend bleibt, das Glühendadurch vermehrt, dafs die zersetzte Luft eine neue Quelle ent-wickelter Wärme darbietet; ob das eine oder andere eintretenwird, hängt davon ab, welche Einwirkung die überwiegende ist.Und so wie hier die Zersetzung des Sauerstoffgases das Glühenunterhält, so geschieht es auch bei Da vi’s Gliihlämpchen , woder verbrennende Alkoholdampf Wärme genug hergiebt, um denfeinen Platindraht glühend zu erhalten. Dafs man diesen $berdurch jeden kalten Luftzug bis zu einer das Glühen nicht mehrgestattenden Temperatur abkühlen und dadurch das Lämpchen