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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Durch Verbrennen.

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dann mit der Feder in die mit SaueTStolfgas gefüllte Flaschetaucht; hier entsteht durch die Zersetzung des Sauerstoffgaseseine Hitze, die hinreichend ist, selbst den Stahl zum lebhaftenVerbrennen zu bringen, mit einem Lichte, welches das Augekaum zu ertragen vermag. Das Leuchten des Phosphors gehörthierher, doch komme ich auf diesen noch in der Folge zurück.

Dieses Verbrennen unter Einwirkung des SauerstolLjases istindefs nicht das einzige Lichtphänomen, das durch lebhaftenFortgang chemischer Zersetzung hervorgeht. Dkimanu, vonTbuostwyk und Nibuwelasii fanden beim Zusammenschmel-zen des Schwefels mit Kupfer und andern Metallen ein Entstehenlebhaften Lichtes ohne Zutritt des Sauerstoffes. Diese zu jenerZeit vieles Aufsehen erregende Erscheinung fand statt, es mochtedie Erhitzung in Wasserstoffgas , in kohlensaurem Gas, im luft-leeren Raume oder unter Wasser oder Quecksilber statt finden *.

Berzelius fand, dafs Kupferblech, mit Schwefel in eineRetorte gebracht, sich schon, ehe das Glühen eintritt, mit demlebhaftesten Lichte entzündet und dafs Kieselmetall, welchesim Oxygen unverbrennlith ist, sich im Schwefeldampfe ent-zündet a .

Nachher hat man mehrere Erscheinungen kennen geleint,wo bei chemischen Verbindungen Licht hervorgeht. Vorzüglichsind Chlor und lod nocli mehr als Schwefel und Phosphor ge-neigt, bei ihren Verbindungen eine Entwickelung von Lichtzu sehen 1 2 3 4 5 .

Die Lichtentwickelung, wenn concentrirte Säuren sich mitwasserfreien Basen verbinden, das lebhafte Verbrennen, wenngewisse Oele mit Schwefelsäure und Salpetersäure gemischt wer-den , gehören auch hierher *. Ebenso die Lichterscheinung,wenn salzsaures Gas mit Baryt erhitzt wird®. Aehnliche Er-scheinungen des lebhaften Verbrennens giebt das Cyaueisen, das

1 Gren’a Journ. VJ1I. 19.

2 Schweigg. Journ. XL1. 493.

3 Ehend. XJC. 353. IX. 297. VII. 75.

4 Ein Beispiel der letztem Art giebt eine Mischung von räuchern-der Salpetersäure mit einer gleioheu Menge Schwefelsäure gemischt,wenn man diese plötzlich in Terpentinöl giefst.

5 G. XL1X. 313.