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Optische Erscheinungen.
Fortgang hindern , oder gelangen von den zum Beispiel durchdie Atmosphäre dringenden Lichtstrahlen nur einige zum Auge,so versteht sich, dafs diese Schwächung, Ausloschung, Absorp-tion des Lichtes eine Verminderung der gesehenen llellheit her-vorbringt, so wie wir es ja auch bei nebeliger Luft in hohemGrade und wegen der nie ganz fehlenden Hindernisse immer ineinigem Grade wahrnehmen.
Wenn der geradlinige Fortgang des Lichtes durch Körperirgend einer Art unterbrochen wird, so pflanzt sicli das Lichtnacli andern Gesetzen fort, sowohl bei der Zurückwerfung vonden Körpern , als aucli bei der Durchlassung. Ist der Körper,den das Licht trifft, nicht geeignet, das Licht durchzulassen,oder ist er undurchsichtig, so wird ein Theil der Lichtstrahlenauf doppelte Weise zurückgeworfen. Wir unterscheiden hiernämlich die regelmäl’sige Reflexion oder Zuriickwerfung 1 vonder Zuriickwerfung des zerstreuten Lichtes und verstehen unterder ersteren diejenige, welche an polirten Oberflächen fester Kör-per und auch an den glatten Oberflächen flüssiger Körper stattfindet. Ihr Hauptgesetz ist, dafs der von einer ebenen Flächezurückgeworfene Strahl mit dem einfallenden Strahle in dersel-ben auf diese Fläche senkrechten Ebene liegt und dafs derWinkel, unter welchem er gegen die zurückwerfende Ebenegeneigt ist, eine gleiche Gröfse hat, als der Neigungswinkel deseinfallenden Strahles gegen dieselbe Ebene. Wenn die zurück-werfende Fläche eine krumme ist, so gilt dasselbe Gesetz in Be-ziehung auf diejenige Ebene, welche in dem Puncte, wo dasAntreffen und die Zuriickwerfung des Strahles statt findet, diekrumme Flache berührt. Errichtet man nämlich in diesem Puncteeine Senkrechte gegen die Berührungsebene , so liegt der reflec-tirte Strahl mit dieser Senkrechten und mit dem einfallendenStrahle in derselben Ebene und bildet mit der Senkrechten einenebenso grofsen Winkel, als der einfallende Strahl mit derselbenbildete.
Vermöge dieses Gesetzes sehen wir im ebenen Spiegel nurein Bild des leuchtenden oder Licht anssendenden Körpers undmüssen uns in der bestimmten Richtung, wohin die Lichtstrah-len geworfen werden, befinden, wenn wir dieses Bild wahr-nehmen wollen. Ueber die Erscheinungen, welche sich uns hier
1 S. Art. Zuriickwerfung.