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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Optische Erscheinungen.

eine Lichtflamme spiegelt, wahrend die übrigen Puncte kein

Licht von hellen Körpern reflectiren, fast ganz schwarz nennen

und seine einzelnen Puncte um so weniger deutlich als die

Oberfläche eines Körpers wahrnehmen, je weniger diese Ober-^

fläche durch Stäubchen oder durch feine Ritzchen und derslei*-

o

dien Gelegenheit zur Zurückwerfung des nach allen Seiten zer-streuten Lichtes giebt, welches uns die dunkeln Körper als er^leuchtete kenntlich macht. Da indefs kein Spiegel ganz frei vondiesen kleinen Rauhheiten der Oberfläche ist, so wird uns alle-mal seine Oberfläche auch als schwach erleuchtet kenntlich undes erwächst schon hieraus ein Grund, warum das reflectirte Lichtsich allemal als erheblich schwächer in Vergleichung gegen daseinfallende Licht zeigt, so dafs wir von den reilectirten Licht-strahlen niemals die gesammte Erleuchtung erhalten , die wir

von den <reraden fort^ehenden Lichtstrahlen hätten erhalten müs-o o

sen. Aber ein zweiter Grund trägt hierzu noch mehr bei, näm-*-lieh der, dafs überhaupt bei dem Antreflen der Lichtstrahlen anKörper irgend einer Art Licht verloren geht, das heifst, wennalles antreffende Licht fähig war, einen bestimmten Grad derErleuchtung auf-einer bestimmten Fläche hervorzubringen, sosind die sämmtlichen nacli dem Antreffen an den Körper weiterfortgehenden oder zurückgeworfenen Strahlen nicht mehr fähig,wenn man sie auch genau auf eben jener Fläche sammeln könnte,eben die Erleuchtung zu bewirken. Wir sehen diesen Licht-verlust sowohl bei den Spiegeln, wo sehr wenig zerstreutesLicht zurückgeworfen wird und doch die gan2e Erleuchtungdurch die regelmäl'sig reflectirten Strahlen fast nie die Hälftedessen ausmacht, was das auffallende Licht ergeben würde, alsbei sehr weifsen Körpern , die zerstreutes Licht so vollständig^als es irgend vorkommt, zurückwerfen, die aber doch einenLichtverlust, welcher der Flälfte des empfangenen Lichtes gleichist, bewirken. Uebrigens ist bei den nicht spiegelnden Körperndie Menge der zurückgeworfenen Lichtstrahlen sehr ungleichund es findet dabei die sehr bekannte Verschiedenheit in Hin-*-sicht der Farben statt; aber, auch abgesehen davon, unterschei-den wir Abstufungen vom vollkommensten Weifs durch alleGrade des Grau bis zum Schwarz. Diejenigen Körper, zumBeispiel Schnee, das weifseste Papier und ähnliche, erscheinenuns am glänzendsten weifs, welche die meisten zerstreutenLichtstrahlen zurückwerfen, ohne dafs dabei eine Art VohStrah-