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Licht.
ganz ähnliche Schlüsse. Wenn der Lichtstrahl aus einem Me-dio in ein anderes von sehr nahe gleicher Brechungsäraft über-geht, so sehen wir den reflectirten Strahl fast ganz verschwin-den, und wir müssen daher schliefsen , dafs die anziehendenund abstofsenden Kräfte bei verschiedenen Körpern einerleiGesetz befolgen, wenigstens linden wir die abstofsenden Kräfte,vermöge dieses Phänomens, da gleich groFs, wo es die anzie-henden sind, und es erfolgt daher weder theilweise Reflexion,noch Refraction des Strahles, wenn er einen IJebergang zu ei-nem andern, mit gleicher Brechungskraft begabten Körpermacht 1 . # )
1 Vergl. Art. Brechung. S. 1144.
*) Dafs diese Behauptung, die abstofsenden Kräfte sind gleich,wo es die anziehenden sind, oder an den Grenzen zweier Medien,die gleiche Brechung bewirken , findet gar keine Zunickwerfung statt,nicht strenge richtig sey, hat kürzlich Brewster durch Versuche ge-zeigt, deren Hauptinhalt ich hier einschalten mufs.
BnEwsrER brachte zwischen zwei Prismen von fast genau gleicherBrechungskruft Flüssigkeiten, die bei gewisser Temperatur eben die-selbe Brechungskralt haben, und sah denuoch rellcctirte Strahlen.Eine Beobachtung, die er bei dieser Gelegenheit machte, ist leichtzu erklären; nämlich weun die Seite des Prisma’s mit Cassia-Ocl in Be-rührung gebracht ward, so waren die reflectirten Strahlen an derTrennungsfläche bläulich, und dieses offenbar deswegen, weil für diebeideu einander berührenden Körper die Brechung der rothen Strah-len gleich, der starker brechbaren Strahlen aber ungleich ist, unddaher jene, der oben angeführten Hegel gemäfs, sich unter den re-flectirtea Strahlen nicht mit befinden.
Za den Beobachtungen, die ein der obigen Regel nicht ganz ent-sprechendes Resultat geben , wandte Brewster Castoröl, dessen Bre-chungs-Index = 1,490 war, und Copaivabalsam (balsam of capivi),dessen Brechungs - Index = 1,528 war, an; für die beiden Prismenwar das ßrechmigsverhäitnifs durch 1,508 und 1,510 ausgedrückt.Die beideu rechtwinkligen Prismen wurden so, wie die Figur zeigt,auf einander gelegt und zwischen C 11 jene Flüssigkeit gebracht; in-dem nun der Lichtstrahl Rr nach o gebrochen und in o zum Theil,in p zum Theil zurückgeworfen ward, erhielt man zwei nach oqmund psn reflectirte Strahlen, die man durch eine geringe Neigungder Oberflächen CD, G11 gegen einander noch mehr von einandertrennen konnte. Der Balsam hatte bei 28° R. (94° Fahrenh ) genaudenselben Brechungs-Index, wie das Glas, und es hatte also gar keineZurückwerfung und Brechung an der Trennungsfläche statt finden sol-len, aber dennoch zeigte sich immer ein reflectirter Strahl, der auch