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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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E m i s s i o n s t h c o r i e.

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Wandlungen mehr oder minder dazu geschickt sind. Hierauserhellt auch, warum die durch Reflexion polarisirten Licht-strahlen sich zum Theil als depolarisirt zeigen, wenn sie durcheinen doppelt brechenden Körper nach ihrer ersten Zurückwer-fu ng und, ehe sie den zweiten Spiegel erreichen, durchgehen;indem nämlich die Haupt-Ebene des Krystalls weder parallelmit der ersten Reflexions-Ebene, noch senkrecht gegen dieselbegestellt wird, gehen einige Lichttheilchen von derjenigen Stel-lung ab , welche sie unfähig machte, vom zweiten Spiegel zu-rückgeworfen zu werden, und der den zweiten Spiegel treibendeStrahl wird also theilvveise reflectirt.

So zeigen sich die Erscheinungen, wenn der polarisirteStrahl durch eine erhebliche Dicke des doppelt brechenden Kry-stalles geht, dagegen aber zeigen sich andere, mit den Periodender Anwandlungen in der auffallendsten Beziehung stehendeErscheinungen, wenn man den Lichtstrahl nur durch sehr dünneBlättchen eines doppelt brechenden Krystalles gehen läfst. Dahierzu der blätterige Gyps, der sich in äul’serst dünne Blättchenzerspalten läfst, vorzüglich brauchbar ist, so will ich diesen alsBeispiel nehmen und die Erscheinungen, welche er zeigt, zu-gleich mit der Erklärung , wie die Bewegung der Lichttheilchensie gestattet, angeben.

Diese Blättchen haben diejenige Axe, nach deren Lage sichdie Lage der Lichttheilchen richtet, in der Ebene der Blättchenselbst, und was ich bisher immer die Haupt-Ebene des Krystallsgenannt habe, ist hier eine durch diese Axe gehende, auf dieEbene des Blättchens senkrechte Ebene. Geht ein durch Zu-rückwerfung von dem ersten Spiegel polarisirter Strahl durch einsolches Blättchen und läfst man ihn so unmittelbar das Arme

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erreichen , so sieht man das Bild der Wolken oder eines andernweifsen Lichtes weil's, ohne irgend eine Veränderung zu be-merken; läfst man aber eben den durch das Gypsblättchen ge-gangenen Strahl unter dem Polarisationswinkel auf einen zwei-ten unbelegten Glasspiegel fallen, dessen Reflexions-Ebene senk-recht gegen die Reflexions-Ebene des ersten Spiegels ist, sosieht man in diesem Spiegel ein gefärbtes Bild jenes Gegenstan-des. Bleiben beide Spiegel in ihrer Stellung, während man dasBlättchen so dreht, dafs es noch immer den Strahl senkrechtempfängt, aber seine Axe bald in der ersten Reflexions-Ebene,bald dagegen geneigt hat, so sieht man diese Farbe lebhafter