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Licht.
theorie verwerfen, indem die Theorie eine plötzliche Aenderungin der Dichtigkeit des Aethers in der Grenze beider Medienvoraussetzt und ihre Resultate anders hervorgehen würden,wenn man auf die sehr dünne Schicht Rücksicht nähme, inwelcher vielleicht ein, wenn auch nur auf einen sehr engenRaum beschränkter, Uebergang von einer Dichtigkeit zur andernstatt finden mag.
Die Erscheinungen, wo zusammentreffende Lichtstrahlenunter gewissen Umständen nicht eine vermehrte, sondern eineverminderte Erleuchtung geben, die Erscheinungen der Inter-ferenzen, sind es vorzüglich, durch deren glückliche Erklärungsich die Undulationstheorie auszeichnet. Wenn in der Thatdie Licht-Erscheinungen aus der Fortpflanzung von Lichtwel-len, in welchen einer Verdichtung des Aethers eine entspre-chende Verdünnung des Aethers folgt, hervorgehen, so läfstsich übersehen , dafs zwei beinahe in gleicher Richtung ankoin-mende Wellen, deren eine in demselben I’uncte ihre gröl'steVerdünnung erreicht, wo die andere am meisten verdichtet ist,gegenseitig ihre Wirkung zerstören müssen, wenn sie von glei-cher Art und von gleicher Intensität sind. Wenn zwei sehr nahenach derselben Richtung fortgehende gleichartige Lichtwellensich in irgend einem Puncte treffen, wo ihre Undulationspha-sen nicht ganz entgegengesetzt sind, da werden sie einanderzur Verstärkung dienen, so lange ihre Phasen nicht weit auseinander liegen , dagegen werden sie einander schwächen, ohnesich gänzlich zu zerstören, wenn die Phase der einen Wellenicht weit von der entgegengesetzten Phase der andern ist. Dietheoretische Betrachtung zeigt, dafs zwei gleichfarbige Strahlen,wenn sie Zusammenwirken, eben die Farbe zeigen, dafs näm-lich zwei Wellen von gleicher Wellenlänge , die in ungleichenThasen Zusammentreffen, sich zu einer Welle von eben derLänge vereinigen, die sich aber in einer Phase, verschiedenvon den Phasen beider zusammentreffenden, befindet und inwelcher die Gröfse der Ausweichung der Theilchen von denAusweichungen in den beiden zusammentrefl’enden Wellen ab-liängt.
Diese Betrachtung der Interferenzen giebt auch eine Beant-wortung der Frage, warum man den gebrochenen oder den re-flectirten Strahl nur in einer einzigen bestimmten Richtung fort-gehen sieht, da doch von jedem Puncte der Trennungsfläche