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Linsenglas.
Oberflächen Kugelabschnitte sind, begrenzt durch Kreise, de- vren Ebenen senkrecht stehen auf der durch die Mittelpunctebeider Kugeln gezogenen Linie.
Diese Gläser haben verschiedene Namen, je nachdem diehohlen oder convexen Seiten der Kuttel nach Aufsen "ekelirtFig. sind. Die Figuren l bis 41} stellen diese verschiedenen Gläserjjjj im Durchschnitte vor, so dafs die Gestalt der Gläser selbst ent-46. stände, wenn die gezeichnete Figur sich um ihre Axe drehte.Fig. 41. ist ein convex-convexes, an beiden Seiten erhabenes Glas(Lins utrimque com-exa ; verre doublement convexe;double convex lens ); Fig 42. ein plan-convexes Glas, erhaben ander einen, eben an der andern Seite ( Lens plano-convexa ; verreplanconvexe; planoconvex lens); Fig. 43. der Meniscus(Meniscus, Lunula; Menisque; Meniscus), ein Glas, desseneine Oberfläche convex, die andere concav ist, aber so, dafs derHalbmesser der erhabenen Seite der kleinere ist. Diese Artenvon Gläsern, welche alle als Vergröfserungsgläser oder Brennglä.serdienen können, werden unter dem Namen convexer Gläser zu-sammengefafst. Nur die beiden ersten Arten verdienen den NamenLinsengläser im eigentlichen Sinne. F’i<;.44. stellt vor ein concav-concaves, an beiden Seiten hohles Glas (lens concavo-concava;Lentille doublement concave; double concave lens');Fig. 45. ein plan-concaves Glas, ein Glas, das an einer Seiteeben, an der andern hohl ist ( lens plano-concav ci); Fig. 4(1. einconvex - concaves Glas, wo die eine Seite hohl, die andere er-haben , der Halbmesser der convexen Seite aber der gröfsereist (lens convexo-concava). Diese Gläser heifsen Hohlgläser,holde Linsen, und haben die gemeinschaftliche Eigenschaft, inder Mitte weniger dick, als an den Rändern zu seyn. Sie die-nen als Lorgnette fiir Kurzsichtige, während die Convexgläserden Fernsichtijjen als Rrillen für nahe Gegenstände dienen *.
Bei allen diesen Gläsern mufs die Axe, das ist, die Liniedurch die Mittelpuncte beider Kugel - Oberflächen zugleichdurch die Mitte der Linse gehen, so dafs um diese Mitte beideOberflächen einander parallel und gegen diese Axe senkrechtsind. Derjenige Lichtstrahl, welcher in der Axe selbst auf dasGlas fällt, geht völlig ungebrochen durch; diejenigen Strahlen,welche den Mittelpunct der Linse schief auffallend treffen, wer-
1 Vergl. Brillen. Bd. IV. S. 1403.