Band 
[Zweiter Band.]
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Cap. Türke».

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In diesen Unruhen eroberten die Türken Adria- «. enopel, an Größe die dritte Stadt in dem griechi- '^6°-schen Reiche, der Schlüssel Bulgariens und Ser-viens. Morad, Sohn Orchans (wo nicht Sulej-mn, sein älterer Bruder) vollbrachte diese Thatohne vielen Widerstand. Von dem an wurde Adria-nopel der Sitz einer westlichen Macht, welche sichim Laufe eines Jahrhunderts zu der Größe der eu-ropäischen Türkei bildete; bald glänzte Adrianopelvon Moscheen, inwendig mit prächtigen Tapeten be-hängen, mit Marmor geziert, und mit kupfernenDächern weit in die Gefilde schimmernd. DieserMorad, Sultan der vsmanischen Türken, bildeteaus schönen Jünglingen, welche er von Christen er-beutete, ein regelmäßiges Truppencorps von zwölf-tausend Mann, die Janitscharen. Fast ununterbro-chen begleitete sie zweihundert Jahre der Sieg; län-ger als zweihundert Jahre erhielten sie das Reichgezen die seither vollkommnere Kriegsmanier derEuropäer. Denn Morad wollte und ordnete, daßsie nichts als die Waffen kennen und lieben, daß sienur ihm und dem Krieg leben sollten; von ihm* be-kamen sie Brod, Kleider und Sold, von ihm reicheBelohnungen; er legte sie in Casarmen, und verbotihnen zu heirathen. Bei uns waren keine solche An-stalten; der teutsche Muth kannte keine Kriegsord-nung; die großen Rotten in Frankreich und Italienwaren dem Land und Freunden furchtbarer als Fein-den; die undurchdringliche Rüstung war das Haupt-