Band 
[Zweiter Band.]
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Zwei und zwanzigstes Buct>

Capitel i.

Ludewig der Große.

3ur Zeit des pprenäischen Friedens, welcher den». C.spanischen Krieg, einen Anhang des dreißigjährigen,endigte, war König Ludewig xiv. in dem ein undzwanzigsten Jahr seines Alters. Noch regierte, undinm ruhig, der Cardinal Mazarin; der letzte Bür-gerkrieg, wenn man die Bewegungen der Fron-deurs noch so nennen will, war erloschen; er hattekeine Stnatsabsichten, so wenig als einen weitaus-sehenden Plan, sondern war die Farce zu demgroßenTrauerspiel, das in England vorging.

Ludewig XIV. hatte Sinn für eine Art von Groß-heit. Dieser zeichnete ihn aus in den vier und fünf- n. C-zig Jahren, da er ohne ersten Minister regierte; er U'war die Quelle des Guten, was für Künste undWissenschaften durch ihn geschah, seines verderbli-chen Eroberungsgeists, der Unruhe von Europa, derUmertretung aller Tractate, seiner edelsten und ta-delnswürdigsten Thaten, der hohen Merkwürdigkeitseiner Regierung. Der König war unwissend und