Cap. tr. Der Krieg vo» rsir. Z1
Cap. II-
Der Krieg von t 6 7 r.
Ein Donnerschlag bei Hellem Himmel (Ausdruckdes Ritters William Temple- schreckte nicht mehr,als (nach vier Jahren) der Einfall Königs Lude-wig xiv, in Verbindung mit Karl II. von Eng-land, mit mehr als achtzigtausend Mann, in dievereinigten Provinzen, wider welche zugleich dieenglische Flotte feindlich zu handeln anfing. Invier Wochen eroberte der König über vierzig festePlätze, die Gencralitätslande, Geldern, Utrecht,Lverpssel, und stand wenige Stunden von Amster-dam. Karl von England, gewohnt um Geld baldLudewig den XIV, bald das Parlament, sein Mini-sterium, seinen eigenen Bruder, bald alle zugleichzu betrügen, schien in diesem Augenblick die Eng-länder von holländischer Handelsconcurrenz befreienzu wollen. Christoph Bernhard von Galen, Bi-schof zu Münster, französisch gestimmt, fiel mitwandalischer Wuth von seiner Seite ein.
Zur selbigen Zeit war keine Bündniß zwischenHolland und dem Hause Oesterreich, und Schwedenwar aufs Neue in französischen Interessen. DasVolk sah die größten Staatsmänner außer Fassung,die wichtigsten Stellen durch die Feigheit und Un-wissenheit ihrer Verwandten übel besorgt; die Sol-daten sahen sich nach einem Feldherrn um. Dieganze oranische Partei in auflebender Kraft, von