Band 
[Zweiter Band.]
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gz XXII. Buch. Übergewicht der Kbnige vo» Frankreich.

den, mußte neue Landsteuer ausgeschrieben werden;Verwiesenen wurde Begnadigung, Vielen Titel,zweihundert Jünglingen vor dem gesetzlichen Alter(um neun Millionen A.) Eintritt in den großen Rath >verkauft, und Accise und Salzsteuer erhöhet. Aberso groß war die Liebe und Verehrung der Repnbli! jund ihres Ruhms, daß die Mittel zu Bedeckung ei-ner Ausgabe von hundert Millionen keine Unzufrie-denheit bei dem Volk erregten. Hindert candioti-sche Geschlechter, welche Venedig dem unterjochtenVaterland vorzogen, wurden in den großen Rathaufgenommen. Der Graf della Torre, der um dieseZeit über Venedig schrieb, meinte den Ruin ihrerMarimen als Folge dieser großen Aggregation vor-zusehen; aber so mächtig war das System, sowachsam die Verwaltung, daß die Candivten demgroßen Rath von ihren Ideen nichts beibrachten,sondern in die seinigen eintraten, und nur alle vo»Begierde der Rache beseelt waren.

Francesco Moroslni, schon Held aufCandia, nahmdiese durch Eroberung des Peloponnefus.

Langsam erhob sich Ragusa von den Trümmer» .'so?.' des großen Erdbebens; sechstausend Bürger waren !in denselben begraben, die übrigen zerstreut worden;der große Rath war versammelt, als der Stoß denPalast einstürzte, welcher den ganzen Adel begrub.Marino Caboga, ein leidenschaftlicher Jüngling, derim Senat seinen Oheim umgebracht hatte, war imGefängniß; die Mauer brach von dem Erdstoß. 3»'