88 XXII. Buch. UeSergewicht-der Könige von Frankreich.
wohnte er den Gerichten bei; bis in die Nacht warer im Senat. Fast alle Länder, deren Anstaltener einführen wollte, alle Provinzen, wo er sie ein-führen wollte, sah er selbst. Da die GeistlichkeitRußland in der Liebe der alten Rohheit stärkte, un-terdrückte er das Patriarchat, wagte (wie zu Con-stantinopel Michael III.) seine Ceremonien in einPoffenspiel zu verwandeln, und vereinigte die höchstegeistliche und weltliche Gewalt in seiner Person.Er selbst sang am Altar als Erster der Bischöfe; dieVerwaltung der Kirche übertrug er einer Synode,welche von ihm gesetzt und Werkzeug seines Wil-lens war. Dreizchntausend Mönche (so viele hattedas Reich mit Inbegriff der Nonnen) führte er,nach alter Art, hinter den Pflug und in Spitälerund Waisenhäuser zurück; er verbot, Jünglingeunter dreißig, Weiber unter fünfzig Jahren auf-zunehmen (weil jene sich doch für geistliche Ver-richtungen bilden konnten); befahl der jungen Cle-risei das Studium der Gesetze und die Uebersetzungguter Bücher.
Nach Aufhebung der Strelitzengarde bildete ersein Heer auf teutsche Art, und ließ durch Cendo-row den Codec militärischer Gesetze ordnen.
Die von Verdienst oder Glück der Ahnen stani-menden Vorzüge achtete er nicht, und gab schmei-chelhaftere dem persönlichen Verdienst; der Rangeines Officiers adelte; ein Edelmann, der nichtsgelernt hatte, war ohne Rang; wer in den ersten
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