Achromatisches lind aplanatisches. 433
Bei diesem Herschel’schen Glase ist also für Centralstrahlen p"gleich grofs , der ungleichen Brechbarkeit ungeachtet, (nämlichnur um 0,00001 verschieden,) und es bedarf wegen der Dickedes Glases nicht noch einer besonderen erheblichen Correction.Was die Randstrahlen betrifft, so ist für mittlere Brechbarkeitdie Differenz =0,00021, für geringe Brechbarkeit die Differenz= —0,00031, aber fiir eine Oeffnung, deren Halbmesser bei-nahe = 0,05 ist, so dafs man sie für 0,04 als sehr bedeutendgeringer ansehen kann. Um eine noch genauere Uebereinstim-mung zu erhalten , miifste man die Halbmesser ein wenig cor-rigiren, und würde durch einige versuchsweise angestellteRechnungen für etwas geänderte Werthe der Halbmesser diejeni-gen finden, welche den Correctionen wegen der noch unberück-sichtigt gelassenen Gröfsen am besten Genüge thun. Es isthierbei zu bemerken, dafs schon Fraunhofer, ehe noch IIer-schel seine Untersuchungen anstellte, die Abmessungen seinerGläser fast ganz genau eben so gewählt, also fast eben die For-meln zum Grunde gelegt hat, wie man sie nach Herschel’sBestimmungen findet. Phechtl führt in seiner Dioptrik meh-rere genau ausgemessene Fraunhofer’sche Gläser an, die dieseszeigen. Bei einem Glase von 31"' Oeffnung war
r = 33,42,
Q = 13,29,
r' = 13,55,q = 60,61, _
und nach Herschel’s Formeln hätte werden sollenr = 33,42,
P = 13,25,rf — 13,54,q = 60,82.
Bei einem Glase von 48*
Fraushofer
r = 41,800q = 16,638r = 16,972p' = 75,653
genüber
Oeffnung stehn sieHerschel
41,80816,60816.9S276,146
so einander ge-
wo vielleicht die Uebereinstimmung noch genauer wäre, wennman das Zerstreuungsverhältnifs ganz genau gekannt hätte.
Um diese Bestimmung der vorzüglich brauchbaren Gestaltder Gläser in jedem einzelnen Falle zu erleichtern, hat schonTI. Bd. Ee