L n. Lage der Geschäfte nach dem Utrechter Frieden. 1V5
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Nach diesem errichtete Karl VI. zu Ostende eineHandelsgesellschaft. Vielleicht war er, wie ganz Eu-ropa, auf die unerschöpflichen Hülfsquellen, welcheEngland und Holland aus dem Seehandel zogen,aufmerksam und begierig, der österreichischen Mo-narchie ähnliche Vortheile zu verschaffen; vielleichtgedachte er nur, den Seemächten die Unterdrückungdieses Gedankens um den Preis zu verkaufen, derihm vornehmlich am Herzen lag: es zeigte sich näm-lich, daß auch Karl VI. ohne männliche Erben ster-ben würde, und er suchte die Gewährleistung derRächte für die Erbfolge seiner Tochter.
Indessen starb der Herzog, Regent von Frank-reich, und bald nach ihm sein Eidam, Don Louis,Honig Spaniens, welchem Philipp V. die Regie-rung übergeben hatte. Hierauf trug sich zu, daßdie Jnfantin von Spanien, Maria Anna, die alsBraut Ludcwigs xv. in Frankreich die Erziehungbekam, ihren Eltern zurückgeschickt wurde; in derThat weit sie nicht über sieben Jahr alt war, dasfranzösische Ministerium aber ungemein wünschte,daß der junge König eine schon mannbare Prinzessiuheirathe. Tief fühlte der spanische Hof das Belei-digende der zu spät angestellten Ueberlegung.
Nur da er den Engländern den Besitz von Gi-braltar nicht vergeben, und dem Jnfanten Don Car-los ohne Frankreichs Zuthun die italienischen Staa-ten zuzusichern kaum hoffen konnte, war nöthig, denFranzosen zu vergeben, oder mit Oesterreich in neue.
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