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[Zweiter Band.]
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126 XXII. Buch. Uedergcwicht der Könige von Frankreich.

noß, als täglich mit Offfciers, die er schätzte, Tabakzu rauchen, und der seinem Sohne Ohrfeigen gab,wenn er statt eiserner silberne Gabeln brauchte,stellte, wenn der galante Augnstus ihn besuchte, sul-tanische Pracht dar. Von dem Kronprinzen schiener für die Größe Preußens nicht viel zu erwarten;denn Friedrich las Bücher, liebte die Musik, machteVerse, und war des rauhen Vaters und der lang-weiligen Theologen so müde, daß er einst versuchthatte zu entfliehen, und darüber kaum der Hinrich-tung entging. Bald nach seines Vaters Tode gaber ein Werk gegen den Princips des Maccbiavellheine Rcgentenmoral, unter die Presse, sah Voltaire,und wurde von teutschen Versemachern dem Davidund Salomo verglichen.

Der König der Polen, Friedrich August der jün-gere, begnügte sich mit seiner Würde, ohne nachRuhm zu trachten. Er war kein Feind des Vergnü-gens; er hatte keine Härte, aber weniger Kraft inseinem Charakter. Die Parteien seines Reichs wußteer weder zu vereinigen, noch einer die entschiedeneOberhand zu geben. Während seiner langen Ver-waltung kam nicht Ein Reichstag zu förmlichem Ab-schlüsse.

2n dem lehnbaren Herzogthum Kurland war Fer-dinand Kettler ohne Erben gestorben. Lange zuvorhatten die Stände, um nicht Polen einverleibt z«werden, Moriz von Sachsen, des ältern FriedrichAugusts natürlichen Sohn, den Helden, den Lehrer

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