Achromatisches und aplanatisches. 435
Da diese bisher betrachteten Methoden so sehr <zenü>endeResultate geben, so kann ich mich wohl der Mühe überheben,noch umständlich von andern Berechnungsmethoden zu reden ;indefs mufj ich doch Littkow’s Methode noch anführen. Ergiebt dem vorderen Glase, der Kronglaslinse, gleiche Halbmes-ser, weil alsdann das Fernrohr bei gleicher Brennweite die mög-lichst gröfste Oeffhung erhält. Da dann r = p ist, so werdenbeide aus der gegebenen Brennweite der ersten Linse bestimmt,und da aus der bekannten Zerstreuung in beiden Gläsern dieBrennweite der zweiten Linse bekannt ist, so bleibt aus der Glei-chung für die Abweichung wegen der Gestalt nur noch ein Ra-dius zu bestimmen übrig. Nach Littrow’s Vorschrift, derenBefolgung allerdings wegen der nur genäherten Werthe der For-meln zu empfehlen ist, sucht man mit Hülfe der Formeln nureinen A'äherungswerth für t , und dann durch eine indirecteBehandlung, indem man einige wenig verschiedene Werthe von
also —a = 1,51852, —in = 1,56160, und wenn die Rechnung für Glä-
/x fl
ser von ganz geringer Dicke geführt wird, so erhält man folgendeResultate. Nach Berschel’* Angabe, die Littrosv befolgt, soll r =30,67485, p = 0,42827 , r =: —0,41575, (S = 1,43697 seyn, und esist nun nach Littrovv’s eigener Formel für Ceutralstrahlcn, da
— = 1,481811,
* r 9
— = 2,334976,
Q
= —2,405292,
-i, = 0,695909 wird, für die gelben StrahlenV
i, = 0,524.3,816787 + 0,585.1,709383' = 1,9999964 — 0,9999885 = 1,0000079,
B* = 0,999992, und für die rothen Strahlen
— = 0,51352.3,816787 — 0,56160.1,709383
= 1,9599965 — 0,9599895,
= 1,000007,
B' = 0,999993; also statt der von Littrow an-gegebenen DifTetenz = 0,008021 , die allerdings unerträglich
wäre, nur = 0,000001. Es wird nun wohl nicht nö-
thig seyn, noch die Randstrahlen zu berechnen, da es deutlich genugerhellt, dafs die der llerschel’schen Bestimmung vorgeworfenen Feh-ler auf einem Irrthuine beruhen.
t
Ee 2