Sap. 4. Der Aachener Friede. /15SCap. 4.
Der Aachener Friede.
Gleichwie die Schwäche Friedrich Augusts The-resia zu dem Frieden genöthiget, so beschloß der fran-zösische Hof, des Krieges satt, ihn durch AngriffHollands zu erzwingen. Das Glück der Waffen warzwischen Frankreich und England unentschieden;
Georg hatte bei Dettingen, bei Fontenoy Ludewig,
Siege errungen, der Seekrieg war Großbritanniengünstig. Diese Lage hatte den Friedenscongreß zuBreda vereitelt. Endlich fielen die Franzosen in Hol-land ein, welche Republik eine den Engländern gün-stige Neutralität länger zu behaupten vergeblichwünschte. Bergen-op-zoom fiel. Die Schrecken derWaffen des vorigen Ludewigs erneuerten sich in derübelgerüsteten Republik. Ihre durch Parteiung ge-schwächte, durch Unfälle erschütterte Regierung fiel,wie damals, durch die, welche die Nothwendigkeit ei-nes vereinigenden Mittelpunkts lehrten.
Acht Tage nach der französischen Kriegserklärung n. C-wurde von der zeeländischen Stadt Ter Veer dieHerstellung der Stadhouderschaft in der Person Wil-helm Heinrichs Friso vorgeschlagen. Von Johann,Grafen zu Naffau-Dillenburg, dem Bruder des er-sten oranischen Wilhelms, deö Frciheitsstifters, wardieser Prinz der fünfte Nachkomme; seine Vorfah-ren waren Stadthouder der friesischen Provinz; Jo-hann Wilhelm, sein Vater, ein Held, und von Kc-