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Linsenglas.
Von dreifachen Objectiven.
Da die jetzige Anordnung der Doppel-Objective so wenigzu wünschen übrig Iäfst, so scheint der Gebrauch der dreifa-chen Objective eben nicht mehr nöthig zu seyn und auch inder That kaum noch statt zu finden. Kurz nach der Erfindungder achromatischen Gläser bediente man sich ihrer häufiger, weilman damals glaubte, bei einer Doppellinse falle die Brennweitedes convexen Glases, um den Zweck, die Abweichung aufzu-heben, zu erreichen, zu klein aus, woraus dann die Nothwen—digkeit, zwei convexe Linsen von gröfserer Brennweite anzu-\venden , zu erhellen schien. Dafs hierbei eben solche Bestimmmungsgleichungen , aber noch verwickelter als vorhin, Vorkom-men, ist einleuchtend, und ebenso, dafs man unter den sechs?u bestimmenden Halbmessern einige willkürlich annehmendarf, wenn man nur eben den Bedingungen, wie vorhin, Genügezu tliun sucht. Die theoretischen Untersuchungen über diesenGegenstand müfsten, wenn man vollständig den Nutzen, den eindreifaches Objectiv gewähren kann, wollte kennen lernen, nocheinmal ganz yon neuem geführt werden, dg Euler’s und Kl,ü^
1827 p. 254): ,,wenn die strenge Genauigkeit der Radien notliwendigwäre, welche die Theorie für die Oberflächen der Gläser fordert, sowürde es gänzlich unmöglich seyn, ein Objectiv darzustellen, daseine strenge Prüfung aushielte; glücklicherweise ist diefs aber nichtder Fall, sondern einige Abweichung schadet dem Fernrohre nichtwesentlich.“ Diese Bemerkung, die in der That etwas seltsam klingt,sucht er durch Experimente zu bestätigen, die mit absichtlich unrich-tigen Gläsern angestellt wurden. Nach der von ihm gewählten An-ordnung, wo der zweite und dritte Radius gleich werden, hättenseyn sollen die Halbmesser des Tafelglases = 28,05 und 26,4, desFlintglases = 26,4 und 264,- aber der erste wurde 28,4 genommen,gleichwohl fand er ,,the result satisfactory, “ die sphärische Aberra-tion „schien“ vollkommen ausgeglichen u. s. w. Er giebt aber nichtan, wie strenge die Proben waren, denen das Glas unterworfenwurde. — Der Versuche sind übrigens mehrere, deren bald günstige,bald ungünstige Erfolge hier anzuführen nicht der Ort ist. BsriLowscheint seiner Regel, die beiden an einander anschließenden Halb-messer gleich zu machen, darin einen Vorzug vor Hp.nsciiEL’s Vor-schrift beizulegcn, dafs die letztere eine streng genaue Darstellungder geforderten Radien niithig mache, indem selbst eine geringe Ab-weichung merkliche Fehler hervorbringe, jeue Regel dagegen mehrWahl iu der Zusammenorduung zweier Gläser frei lasse.