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Cap. Z. Der römische Hof und die Jesuiten. Z9Z
Rade verbrannt, seine Güter eingezogen, seine Pa-läste zerstört, seine Wappen getilgt; die Marguisi'nenthauptet; der Name Tavvra unterdrückt; ihr Ge-mahl geviertheilt, ihre Söhne, ihr Eidam, dreivertraute Bediente erwürgt; Ferreria, der dieSchüsse gethan, mit dem Blutgerüste verbrannt.Dieses fürchterliche Trauerspiel ist noch mit Ge-heimniß bedeckt; der Spruch ist voll willkürlicherVoraussetzung, voll schwerer Anklagen ohne Be-weis, und geringer Vorwürfe, die die größerenschwächen. Viele wollen, man habe nicht deutlichseyn dürfen, um nicht des Königs Liebschaft mit derTochter der Marquisin berühren zu müssen; Anderehalten die Verschwörung für erdichtet; sie ernie-drigte den hohen Adel, welchen Pombal haßte; siediente ihm gegen die Jesuiten, welche der Theilha-bung beschuldiget wurden; sie hielt noch achtzehnJahre den schwachen König durch immer neue Schre-cken in der Dienstbarkeit des Ministers.
Unter den Jesuiten lebte damals der schwärmc-rischfromme Malagrida; dieser hatte kurz zuvorbezeugt, daß dem König, wenn er sich nicht bessere,ein Unglück bevorstehe. Andere waren Freunde vonTavora und Aveiro. Dieses reichte hin, um zu be-gehren, daß Papst Clemens Rezzonico den Ordenaufhebe. Er zauderte; da vertrieb der Hof die Je-suiten, sandte den Nuncius zurück, und hob alleGemeinschaft mit Rom auf: achthundert Jesuiten3. ». Rülleri sSmmtl. Werk'. VI. 1 Z