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Briefe an Freunde II : ; Briefe an Freunde III. ; Briefe an Freunde IV / Johannes von Müller ; herausgegeben von Johann Georg Müller
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Johannes von Mütter Briefe. 27

Ihrer Hand eigenthümlichen Werth; ich habe beider wider Gemmingcn bemerkt, wie bewunde-rungswürdig auch Ihr Schriststellertalent sichvervollkommnet hat. Auch ich klage nie über das,was in der eigentlichen Literatur zu thun Reisenmich verhindert haben. Es gibt aber todte Geschäfte,welche den Geist endlich auch todten.

Vor einigen Tagen habe ich tülo/ä's zwar schon1781 herausgekommenen tloinimisrion «k bigr. okrtie Isto vrsr in tzerinan^ gelesen: Sie wissen,daß die Oesterreicher 1778 seinem Plan gefolgt; erfühlt und sagt es auch, und ist so dankbar, daß er,was Preußen dazumal that, nicht unparteiisch be-urtheilt. Nun hat mich frapxirt, zu sehen, wieer aus der Betrachtung der österreichischen Gränzegegen West das baperische Tauschproject als eineder allerinteressantestm Unternehmungen herleitetund empfiehlt. Es ist nicht wenig über dasselbe Ca-pitel zu bemerken; auch über den ganzen Gang des, Verfassers.

Ein Räthsel ganz anderer Art, und mir parti-kularer, habe ich Sie längst bitten wollen, mir,wenn sie können, doch aufzulösen: Sie wissen, daßich bei Ihnen vor langem unsers Gleims Still-schweigen beklagt; als er bei Ihnen zu Berlin war,schrieb er mir endlich; ich habe ihm sogleich geant-wortet, und nachmals meine Historie übersandt;es ist mir unbegreiflich, woher kommen mag, daßer mir gar nicht mehr antwortet. Soir; ich kannes nicht ändern, und Sie wissen vielleicht nichtmehr als ick.

Melden Sie mir doch, ich bitte Sie sehr, waszu Berlin sich nun ändert, besonders im Departe-ment, auch ob der König sich der Akademie an-nimmt, er könnte sich einen neuen Ruhm erwer-ben, wenn er, da sie die einige in Deutschland ist.