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Luftelektricität.
tags im Durchschnitte von 5 his 6® seines Strohhalmelektrome-ters und im Anfänge der Nacht nach Verhältnifs des Abend-thaues auf 8° und wohl noch höher steigen, im Winter dage-gen von 10 bis 20°, und selbst in den der Luftelektricität nichtsehr günstigen Stunden der spätem Nacht und gegen Anbruchdes Tages 8°. Auch SaussÜre fand bei ganz heiterem Wetterim Sommer die Luftelektricität kaum halb so stark, als im Win-ter; dasselbe fanden schon früher Beccaria , Hestley, Ca-
v ALLO.
Damit stimmen jedoch dem ersten Anscheine nach Hel-ler’s Resultate aus fünfjährigen Beobachtungen nicht überein.Ihm zu Folge 1 sind die Anzeigen der Luftelektricität im TVinterschwach , wenn es hoch kommt, so fahren an der Maschine(einer Wetterstange, die nach Innen geleitet wurde und miteinem Fadenelektroskope, nach Umständen auch mit einemGlockenspiele verbunden wurde , aber auch bei stärkerer Elek-tricität auf eine Auffangekugel ihre Funken überschlug)kleine Funken über. Gegen das Frühjahr hin wächst sie all—mälig, so dafs sie gegen die Mitte des Monats März das Faden-elektrometer kräftig aflicirt. Im April zeigt sie sich manchmaldes Tages sehr oft in den sogenannten Aprilstürmen häufig durchGlockenspiel und Funken. Gegen das Ende des Aprils und imMai endlich beweist sie ihre Stärke durch reifsende Strömean der Maschine, ln den Sommermonaten Junius und Juliussprüht die Maschine Funken, so oft es blitzt, dann ist Stillstandbis zu einem neuen Blitze; hagelt es, dann ist rascher Feuer-strom , der durch einen einfallenden Blitzstrahl augenblicklichgestillt wird, um wieder lebhafter anzufangen. Fallen im Herb-ste Stürme und Strichregen ein, so kehrt das Verhalten desMärz zurück, bedecken endlich die Herbstregen den ganzenHorizont, dann beobachtet man die Maschine ganz umsonst,alle Spuren der Elektricität sind verschwunden. Indessenbeziehen sich Hf.ller’s Beobachtungen mehr auf die Elektrici-tät der Niederschläge aus der Atmosphäre , als auf diejenige dereigentlichen Luft an heitern Tagen, die, wie schon oben be-merktwurde, durch eine solche Vorrichtung , wie Heller sieangiebt, nicht wohl ausgemittelt werden kann.
1 Grer’s N. Journ. IV. S. 7 $.