Theorie.
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ximum gewöhnlich noch vor der Mittagsstunde und geht vonda an wieder zurück. So wie aber einige Stunden nach Mittagdie Temperatur die höchste und die Bewegung der erwärmtenLuftsäulen von unten nach oben die gröfste ist, so müfste auchdie positive elektrische Spannung erst in den Nachmittagsstundenihre höchste Stärke erreichen, während sie dann sosar schonwieder abnimmt.
3) Alle Zeichen von Elektricität müfsten nach dem obigenFundamentalsatze um so stärker seyn , je trockener die Luft undje wärmer sie wäre, aber dieses widerlegt die Erfahrung. Geradewenn das Wetter neblicht und die Luft daher mit WasserdLinstengesättigt ist, ist die elektrische Spannung stärker, so wie sie auchstärker an heitern 'Wintertagen ist, zu einer Zeit also, welchedie Entstehung von aufsteigenden Luftströmen weit weniger be-günstigt, als die heiteren Tage des Sommers thun.
4 ) Geht der Wasserdampf von dem unsichtbaren in den Bläs-chenzustand über, so erlangt er öfters ein specifisches Gewicht,welches das der Luft iibertrilFt; es entstehen Wolken, die nichtsals eine Masse in der Luft hängender Bläschen sind, er steigtlangsam herunter und erscheint so als Nebel. Nun siebt esaber keinen Zustand des Himmels (Gewitter ausgenommen), inwelchem die elektrische Spannung gröfser und immer positivwäre, als der Nebel, und dennoch sollte, nach Bkechtl’sGrundsätzen, die stärkste negative Elektricität eintreten.
5) Eben so widerspricht die starke positive Elektricität, diesich oft beim Eintritte eines Regens zeigt, der TheorieFkechtl’s.
6) Auch stimmt die bedeutend stärkere positive Elektricitätauf hohen , besonders mit ewigem Schnee bedeckten , Bergen,als an tiefem Orten, wenn man die Elektrometer gleichzeitig zugleicher Höhe erhebt, mit den Grundsätzen dieser Theorie nichtüberein.
Ganz neuerlich hat Becquerel die Erscheinungen der at-mosphärischen Elektricität aus den Gesetzen der Thermoelektri-cität abzuleiten versucht *.
Man denke sich, sagt er, für einen Augenblick einen Theilder Atmosphäre durchaus in Ruhe und überall von gleicher Tem-peratur; das Gleichgewicht seiner Elektricität wird dann nicht
1 PoggendorfFs Ann. XVII. 553.