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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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Luftelektrometer.

dessen Spitze G der Schwefelfaden vermittelst eines spiralförmiggedrehten Eisendrahtes oder auf andere Art befestigt wird.Endlich HI ist die mit Metalldraht durchflochtene Schnur, diein I mit dem Elektrometer K, welches mit der linken Hand ge-halten wird, verbunden ist.

Man sieht leicht, dafs der ganze Apparat aus einander ge-nommen und, mit Ausnahme des Stockes, in ein Taschenfutteralnebst dem Feuerzeuge, einer Menge Schwefelfäden und einemgläsernen Stäbchen , das halb blofs, halb mit Siegellack überzo-gen ist und zur Untersuchung der Art der Elektricität dient, ein-geschlossen werden kann.

Als stehendes Luftelektrometer oder sogenannte Franklin’-sche Wetterstange ist die von Joint Reaij angewandte Vorrich-tung 1 sehr zweckmäfsig eingerichtet. An das untere Ende einer20 Fufs langen, unten zwei Zoll und oben einen Zoll im Durch-messer haltenden Stange von Tannenholz ist eine gläserne Säulevon 22 Zoll Länge gekittet. Diese Glassäule steht in dem Locheeines hölzernen Fufses und dieser steckt an dem Vordertheileeines eisernen Armes, der in die Mauer eingeschlagen ist unddas Ganze trägt. Etwa 15 Fufs über dem eisernen Arme istnoch ein hölzerner Arm in die Mauer befestigt, der eine starkeGlasröhre senkrecht hält, durch welche die Stange beim Auf-richten des Apparats langsam hindurch geschoben wird, bis dieunten befindliche Glassäule in die für sie passende Höhlung deshölzernen Fufses hineingelassen werden kann. In dieser Lagewird sie festgehalten und steht 12 Zoll w'eit von der Mauerab. In die Glasröhre ist an der Stelle, wo sie vom hölzernenArme gehalten wird, ein Korkfutter befestigt, damit die Stange,wenn sie vom Winde gebogen wird, die Röhre nicht berührenund zerbrechen kann. Das obere Ende der Stange ist mit meh-reren scharf zugespitzten Drähten versehen. Zwei davon sindvon Kupfer, jeder ^ Zoll dick; diese werden um die Stangeherumgeflochten und reichen bis an die messingne Zwinge eineszinnenen Trichters, der den untern Glasfufs der Stange vordem Regen schützt. Sie sind an diese Zwinge angelöthet, umihre Berührung desto vollkommner zu machen. Ein ähnlicherTrichter schützt auch die obere Glasröhre und beide Gläser

1 Phil. Trans. 1791. T. LXXXI. p. 185, Daraus in Greu’sJourn. Th. VI. S. 284.