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Sechster Band. Erste Abtheilung. L.
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5'24 Luftpumpe.

besten erreicht werden , und um nicht Einrichtungen derselbenfür neu zu halten, welche unlängst versucht und durch bessereverdrängt worden sind. Die erste dieser Aufgaben, nämach eineallgemeineBestimmung desjenigen, was eineLuftpumpe leisten soll,und der wesentlichen Mittel, wodurch jene Leistungen erhaltenwerden, ist höchst einfach, die Menge der deswegen gemach-ten Vorschläge, selbst wenn man sich nur auf die wirklich aus-geführten beschränkt, ist aber so zahlreich, dafs eine vollstän-dige Aufzählung aller, wenn gleich möglich, doch auf alleFälle höchst ermüdend und selbst unnütz seyn würde. Ans die-sem Grunde werde ich mich auf die vorzüglicheren beschränkenund bei ähnlichen nur das Unterscheidende anfüliren , d.e unbe-deutenden aber entweder ganz übergehen, oder mit Angabe derQuellen kurz namhaft machen. Weil ich mich jedocli viel mitdiesem Gegenstände beschäftigt habe, so halte ich es nicht fürzweckwidrig, auch dasjenige näher anzugeben, was sich auf dieFabrication derselben im Ganzen und hauptsächlich der einzel-nen Theile bezieht, um manche nicht hinlänglich e:fahreneKünstler zu belehren oder den .Physikern , in deren Nähe keinegeübten Mechaniker anwesend sind , die Mittel an die Hand zugeben, die Verfertigung derselben selbst zu leiten. Weil end-lich die wesentlichen Verbesserungen derselben nach uad nachaufgefunden worden sind, so scheint es mir am zweckmäßigsten,die Darstellung des Ganzen geschichtlich zu ordnen oder minde-stens auf die Zeitfolge der verbesserten Constructionen Rücksichtzu nehmen.

Im Allgemeinen heifsen Luftpumpen solche Apparcte, beidenen aus irgend einem für die äufsere Luft undurchdringli-chen Gefäfse die darin vorhandene Luft weggenommei wird,damit in dieses die in einem andern gleichfalls luftdich:en Ge-fäfse, worin sich zugleich die zu untersuchenden Körpe: befin-den , vorhandene Luft einströme und somit verdünnt werde.Durch vielfache Wiederholung dieser Operation läfst sich dieim letzteren Gefäfse vorhandene Luft auf ein Minimum, folglichdie Luftverdünnung auf ein Maximum bringen, eine Wegschaf-fung aller Luft, also die Herstellung eines absolut leeren Rau-mes, ist aber durch dieses Verfahren der fortgesetzten T.ieilungeiner gegebenen Menge der Natur der Sache nach unmöglichund das Maximum der Verdünnung wird aul'serdem durch ver-schiedene anderweitige Umstände bedingt. Die Wegnahme der