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Luftpumpe.
Zweck nicht erreicht. Bei jeder wirklichen Construction einerQuecksilber-Luftpumpe kann aber das Quecksilber den Hahnenoder Ventilen nicht unmittelbar genähert werden und es bleibtalso auf jeden Fall ein schädlicher Raum, das Quecksilber selbstaber wird mit Fett, Staub und Feuchtigkeit verunreinigt, fülltdaher die Räume nicht als zusammenhängende Flüssigkeit über-all aus , und wenn man hierzu das grofse Gewicht der für grö-fsere Maschinen erforderlichen Masse und die stete Gefahr desVerschüttens nimmt und endlich berücksichtigt, dafs Hahnenund Ventile für solche Maschinen auf gleiche Weise erforderlichsind, als für Kolben-Luftpumpen, dafs also blofs der Embolusentbehrt wird, welcher sich der Natur der Sache nach aus Me-tall und Leder ungleich besser den Wandungen des Stiefels an-passend verfertigen läfst, als das Quecksilber schon der Capilla-rität wegen sich an diese anschliefst, so kann die Unmöglichkeitder Verfertigung genauer Quecksilber - Luftpumpen nicht weiterbezweifelt werden.
Alle hydraulische Luftpumpen sind auf das Boyle'sehe Ge-setz 1 gegründet, dafs die Dichtigkeit der Luft der zusammen-drückenden Kraft direct proportional sey. Man bringt daherunter die zu exantlirenden Recipienten eine Säule irgend einerFlüssigkeit, welche herabsinken kann und dadurch die überihr befindliche Luft so weit ausdehnt, dafs die Verminderungihrer Elasticität der Höhe der durch äufseren Luftdruck gehobe-nen Flüssigkeitssäule proportional ist. Wird also die Höhe derdurch den ganzen äufseren Luftdruck getragenen, unter der Tor-ricelli’schen Leere befindlichen Flüssigkeitssäule durch B, ihrspecifisches Gewicht durch y bezeichnet, beide Gröfsen der un-ter dem Guer icke'scheu Vacuo durch b und /, so ist die Dich-tigkeit der verdünnten Luft=By— by, und da in diesemFalle das specifische Gewicht des Quecksilbers als Einheit ange-nommen zu werden pflegt, so ist sie = B — by , worin B diejedesmalige ßarometerhöhe bedeutet. Für Quecksilber ist auch
y = 1, für Wasser =
1
13,6’
w T enn bei beiden der Einflufs der
Temperatur vernachlässigt wird, und die Verdünnung wäre voll-ständig, d. h. es wäre ein Torricelli ’sches Vacuum unter demRecipienten hergestellt, wenn B — by = 0 würde, wogegen
1 Vergl. Gas. Bd. IV. S. 1026.