Einleitung. 7
solche Thatsache ist es, z. B., dass wenn man die Metalleeiner gewissen Wärme aussetzt, dieselben in Fluss gerathea-
Die Art, wie die Dinge beschaffen sind und wie dieDinge sich ereignen, ist nichts Anderes als Das, was mandie Natur der Dinge nennt; und die genaue Beobach-tung der Natur der Dinge ist das einzige Fundament vo»jeglicher "Wahrheit.
Es entspringen hieraus zweierlei Gattungen von Wis-senschaften : nämlich einerseits diejenigen, welche man „b e -schreibende“ nennen kann, d. h. deren Aufgabe es ist,die Dinge zu benennen und zu classificiren: wie die Botanikoder die Mineralogie; und andrerseits die Experimen-tal wissen schäften, welche uns über die Wechselwir-kungen der Dinge belehren, oder, mit anderen Worten, überdas Band zwischen den Wirkungen und deren Ursachen:wie namentlich die Physik und die jChemie.
Diese letzteren erheischen ein Studium von der inner-sten Natur der Dinge: denn ihre Natur ist es, kraft derensie thätig sind und Wirkungen erzeugen. Darin, dass dieSonne ihrer Natur nach leuchtend, der Mond aber seinemWesen nach dunkel ist, liegt der Grund, dass wenn derMond zwischen uns und der Sonne hindurchläuft, diesesletztere Gestirn für uns verfinstert wird. Zuweilen genügteine sorgsame Zerlegung (Analyse), um uns überdie Natur eines Dinges zu belehren; in anderen Fällen of-fenbart sich uns diese Natur nicht anders vollständig alsdurch ihre Wirkungen; und auf jeden Fall ist entweder dieBeobachtung, oder — da, w o uns ein solcher verstauet- ist
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